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BEZIRK HORN. Aufgrund der Konjunkturschwäche verbessert sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin nur langsam. Die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten (im November) ist mit 12.054 gleich gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen und Personen in Schulung (um 4,1 % auf insgesamt 1.286 Personen) hat sich aufgrund der milden Witterung deutlich abgebremst.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

So stehen in Horn Ende Dezember 1.153 Arbeitslose beim AMS in Vormerkung, das sind um 80 mehr als im Vorjahr. Das Bestandsplus zeigt sich somit gegenüber den Vormonaten (November  + 132 und Oktober + 186) somit deutlich rückläufig. 

Der höhere Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen ergibt sich zum einen deshalb, weil es länger dauert als in den vergangenen Jahren bis Arbeitslose wieder eine Anstellung bekommen, zum anderen lässt er sich mit dem Rückgang von Personen in Schulungsmaßnahmen erklären.

In Summe ergeben sich damit Ende Dezember 1.286 Personen, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS sind (+4,1%). Besonders benachteiligt am Arbeitsmarkt waren Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft (+ 16,1 %). Bei den gemeldeten offenen Stellen zeigen sich schon seit einem halben Jahr erste, positive Anzeichen für eine Belebung der Konjunktur. Sowohl der Bestand (+40%) als auch die Zugänge (+54,8%) liegen auch Ende Dezember deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Erste Arbeitsmarktbilanz für 2015 

Das seit dem Frühjahr 2014 verhaltene Wirtschaftswachstum setzte sich im abgelaufenen Jahr fort. Gleichzeitig steigt die Zahl der Personen, die am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, ungebrochen an. Die Unternehmen konnten aber bei weitem nicht das verfügbare Personalangebot abrufen.

Die Folgen für den Arbeitsmarkt waren ein 

• leicht steigendes Beschäftigungsplus , aber auch ein 

• kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 896 Personen (+ 70 gegenüber 2014).  

Prognose 2016 

Der Druck am niederösterreichischen Arbeitsmarkt bleibt aufgrund der gedämpften konjunkturellen Entwicklung auch 2016 aufrecht. Das Angebot an Arbeitskräften wird weiter deutlich zunehmen. 

Daraus ergibt sich folgende Entwicklung für den Horner Arbeitsmarkt für 2016: 

• ein marginales Plus bei unselbständig Beschäftigte von 0,1%, wobei jedoch die Zahl der Teilzeitjobs zunimmt. 

• Plus von ca. +9,2% Jobsuchende in NÖ bzw. Horn.

Arbeitsmarktpolitische Ziele 2016

Vor dem Hintergrund einer schwierigen Arbeitsmarktentwicklung und eines klaren Ressourcenrahmens steht das AMS in Horn vor einem herausfordernden Arbeitsjahr.

„Verhinderung von dauerhafter Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt ist ein Schwerpunkt. Weiters gilt es, die Reintegrationschancen von Frauen und Personen mit Migrationshintergrund zu verbessern sowie den Einschaltgrad am Stellenmarkt zu halten bezeihungsweise auszubauen“, so der AMS Horn-Chef Ferdinand Schopp.

Die wichtigsten Ziele für das Jahr 2016 lauten:

·     Einschaltgrad des AMS am Horner Stellenmarkt sicherstellen

Im kommenden Jahr sollen 800 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt und mindestens 123 Vakanzen mit einem monatlichen Bruttoverdienst von 1.900,- Euro (pro Vollzeitstelle) akquiriert werden.

·     405 Jobsuchende im Alter ab 45 stehen wieder im Berufsleben

148 jobsuchende Frauen und 257 Männer im Alter ab 45 sollen im kommenden Jahr mit Unterstützung des AMS NÖ wieder im Berufsleben stehen.

·     Nachhaltige Arbeitsmarktintegration von 30 Langzeitarbeitslosen

Um den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit von Jobsuchenden im sogenannten Haupterwerbsalter (bis 45 Jahren) zu verhindern, hat das AMS Horn das Ziel, 12 Hornerinnen und 18 Horner, die bereits mehr als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt sind, nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Mit Nachhaltigkeit meinen wir, dass diese Personen mindestens 62 Tage durchgängig in einem Dienstverhältnis stehen“, erklärt Ferdinand Schopp. Die Reintegration in den Arbeitsmarkt soll unter anderem mit Hilfe von zeitlich befristeten, vom AMS und dem Land NÖ finanzierten Jobs in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten und sozialökonomischen Betrieben gelingen.

·     Qualifizierung: erfolgreich und mindestens 51% für Frauen reserviert!

In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt laufen vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten, oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Das AMS Horn steuert hier mit hochwertigen und maßgeschneiderten Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten gegen. Unter anderem wurde für Berufsrückkehrerinnen nach der Babypause mit den Frauenberufszentren ein maßgeschneidertes Angebot eingerichtet.


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