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BEZIRK HORN. Der erste Wahldurchgang brachte ein eindeutiges Ergebnis. Als klare Sieger gingen dabei die Freiheitlichen und die Grünen hervor. Auch die Bezirksauswertung zeichnet ein deutliches Bild: Norbert Hofer fiel in keiner Gemeinde unter 29 Prozent – auch wenn fünf Gemeinden im Bezirk Horn der ÖVP tapfer die Treue hielten. Die Stichwahl am Sonntag, dem 22. Mai wird zeigen, in welche Richtung sich die Politik in Österreich bewegen wird.

  1 / 2   Für Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer geht es am 22. Mai in der Stichwahl um den Sitz in der Hofburg. Foto: Wolfgang Zajc

„Für die ÖVP ist dieses Ergebnis natürlich ernüchternd, da braucht man nichts schönreden. Es tut mir für Andreas Khol leid, der trotz eines engagierten Wahlkampfes hier die Rechnung präsentiert bekam und für die Regierungsarbeit abgestraft wurde“, resümiert VP-Stadtchef Landtagsabgeordneter Jürgen Maier.

Walter Kogler von den Grünen Horn setzt auf die Kompetenz des Grünen-Kandidaten: „Ich war natürlich erstaunt und überrascht, dass Hofer deutlich vor Van der Bellen liegt. Van der Bellen hat für die Stichwahl jedoch mehr Potential als Hofer.“

Fünf Gemeinden hielten „Schwarz“ die Treue

Mit satten 46 Prozent für den VP-Kandidaten Andreas Khol schlug das Wahlergebnis in Röhrenbach zu Buche. Für Hofer entschieden sich in dieser Gemeinde lediglich 29,1 Prozent. Auch in Japons knackte Khol die 40-Prozent-Marke – hier wählten 42,8 Prozent den Kandidaten. Und noch drei weitere Gemeinden entschieden sich für einen schwarzen Bundespräsidenten: Langau (37,9 Prozent), Weitersfeld (34,9 Prozent) und Meiseldorf mit 28,3 Prozent.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Khol und Hofer in Brunn an der Wild. Mit einer Differenz von lediglich einem Prozent stand Hofer mit 36,9 Prozent an erster Stelle der Gemeindeauswertung.

Ein Blick auf das Gesamtergebnis für den Bezirk Horn bringt ein klares Votum zu Tage. So sicherte sich Hofer 34,5 Prozent der Stimmen, gefolgt von Andreas Khol (23,8), Irmgard Griss (16,0) und Alexander Van der Bellen (13,3). Weit abgeschlagen mussten sich Rudolf Hundstorfer (9,4) und Richard Lugner (3,0) zufrieden geben.

Wandel in der Arbeitspolitik

„Ich glaube, dass sich beide Regierungsparteien am Riemen reißen werden und die Zusammenarbeit besser wird“, gibt Maier Auskunft über seine persönliche Meinung nach einem Umbruch in der Arbeitsweise der Regierung, „Auswirkungen auf die Kommunalpolitik sehe ich nur ganz gering, da der Wähler die Ebenen erfahrungsgemäß schon sehr gut unterscheidet.“

Kogler glaubt nicht an einen Umbruch in der Arbeitsweise und sieht auch keine Auswirkung für die Kommunalpolitik: „Die ist von der Struktur ja so konzipiert wie die Regierung. ÖVP zieht die Macht durch bis zur Ohnmacht, SPÖ ist auf der Suche nach ihren Werten, FPÖ kritisiert und hat für die Kritik aber keine Lösung, den Grünen geht es um die Sache, die Zukunft und die Ehrlichkeit.“

Zitat, Walter Kogler:

„Ich wünsche mir für die Stichwahl,

dass sich die Menschen informieren,

die Populisten ignorieren und mit Van der Bellen profitieren.“

Eine Wahlempfehlung gibt es seitens Maier bewusst nicht: „Der Wähler kann das auch ganz gut ohne einen Zuruf von uns entscheiden.“

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