Medianeinkommen: Vierthöchste Ungleichheit in Horn
BEZIRK HORN. Wie viel ein Arbeitnehmer in Niederösterreich verdient, hängt sehr stark davon ab, in welcher Region er seinen Arbeitsplatz hat. Denn die Höhe von Löhnen und Gehältern klafft in den Bezirken weit auseinander. Das geht aus der neuesten Einkommensanalyse der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) hervor, die das mittlere monatliche Brutto-Einkommen – das sogenannte „Medianeinkommen“ – als Messzahl heranzieht.

Zwar konnte das traditionell einkommensschwache Waldviertel in den letzten Jahren einigen Boden auf den Landesmedian gutmachen, das Einkommen im Bezirk Horn liegt aber noch immer um 9,9 Prozent unter dem niederösterreichischen Einkommensniveau.
Die Einkommenszuwächse im Bezirk Horn waren bei beiden Geschlechtern ähnlich ausgeprägt: Das Medianeinkommen der Männer stieg real um 1,40 Prozent, jenes der Frauen real um 1,37 Prozent. Auch die Einkommensniveaus der Arbeiter und Angestellten erhöhten sich real, jenes der Arbeiter mit 1,96 Prozent allerdings deutlich stärker als das der Angestellten (+ 0,76 Prozent). Gegenüber dem niederösterreichischen Medianeinkommen lag jenes der weiblichen Angestellten mit -14,0 Prozent deutlich weiter darunter als jenes der männlichen Angestellten, das um -6,0 Prozent geringer war. Die Medianeinkommen der Arbeiter lagen ebenfalls beide unter dem landesweiten Einkommensniveau, die Einkommenslücke der Arbeiter war mit -3,2 Prozent allerdings geringer als jene der Arbeiter (-8 Prozent). Mit dem 4,56-fachen Einkommensniveau der hohen gegenüber den niedrigen Einkommen wies Horn die vierthöchste Ungleichheit unter den niederösterreichischen Bezirken auf.
Regional betrachtet
Der Einkommensunterschied zwischen dem einkommensstärksten Bezirk im Waldviertel (Gmünd) und dem einkommensschwächsten Bezirk (Horn) lag bei 279 Euro.


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