Der Kampf um einen adäquaten Förderunterricht
BEZIRK HORN. Geht es nach den Plänen von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) sollen Sonderschulen im Jahr 2020 der Vergangenheit angehören. Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf sollen dann in regulären Schulklassen unterrichtet werden. Im Bezirk steht man dem Zeitplan allerdings skeptisch gegenüber. Die ÖVP ist gänzlich gegen eine Abschaffung.

Für Eltern und auch Lehrer von betroffenen Kindern ist völlig klar: „Wir wollen Wahlfreiheit und sind vehement gegen die Schließung der Sonderschulen.“ Damit lehnen sie die Überlegungen von Bildungsministerin Hammerschmied klar ab.
Karin Hauer, Direktorin des Sonderpädagogischen Zentrums in Horn, ist hier ganz deutlich einer Meinung mit betroffenen Müttern wie etwa Maria Nagl: „Das steht klar gegen die jetzt vorhandenen und individuellen Betreuungsmöglichkeiten. Kinder mit erhöhtem Lernbedarf machen in Sonderschulen viel größere Fortschritte als in Schulen, in denen dann weder die entsprechenden Lehrer noch die notwendigen Ressourcen vorhanden sind.“
Bezirksobfrau des Niederösterreichischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerbund (NÖAAB), Manuela Ebner-Gruber, selbst Direktorin zweier Volksschulen, und VP-Landtagsabgeordneter Bürgermeister Jürgen Maier unterstützen diese Forderungen: „Wir betreiben weder Panik noch wollen wir Angst machen, wir wollen nur rechtzeitig warnen. Wir sind klar gegen zentralistisch gesteuerte Modelle, wo wieder die Kinder benachteiligt werden beziehungsweise die Interessen der Eltern auf der Strecke bleiben. Wer diese Forderung des NÖAAB unterstützen will, ist gerne eingeladen die entsprechenden Unterschriftenlisten zu unterzeichnen. Auf alle Fälle werden wir auf Landesebene diese berechtigte Forderung der Eltern und Lehrer vertreten.“
Auf der Homepage des NÖAAB www.noeaab.at können Interessierte online unterschreiben, die entsprechenden Listen liegen auch in der ÖVP-Bezirksgeschäftsstelle Horn, Puechhaimgasse 3, auf.


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