Bezirk Horn setzt mit „Gut zu wissen“ ein Zeichen für mehr Transparenz auf NÖ Speiseplänen
BEZIRK HORN. Immer mehr Menschen wollen wissen woher ihr Essen am Teller stammt. Deshalb stellt die Bezirksbauernkammer Horn die diesjährige „Woche der Landwirtschaft“ unter das Motto „Unser Essen: Gut zu wissen, wo´s herkommt“. Gemeinsam mit der Großküche im Landesklinikum Horn wurden die Vorteile regionaler Herkunft von Lebensmittel aufgezeigt und so manche Herausforderung beim Einkauf thematisiert.

Täglich werden über 50 Prozent aller Mahlzeiten nicht zuhause verspeist, sondern in öffentlichen und privaten Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen sowie der Gastronomie. Meist wissen die Kunden allerdings nicht, woher ihr Essen am Teller stammt. Hier wird Abhilfe geschaffen. Mit der Initiative „Gut zu wissen“ können Kantinenbetreiber aber auch Schulen, Kindergärten und Uni-Mensen ein Zeichen für heimische Lebensmittel und deren Produzenten setzen. Das gemeinsame Kommunikationsdach „Gut zu wissen“ macht die Herkunft von Fleisch und Eiern für den Gast klar ersichtlich. Die Auslobung kann auf der Anschlagtafel genauso erfolgen wie auf dem Speiseplan.
Obmann der Bezirksbauernkammer Horn Herbert Hofer: „Mit der transparenten Kennzeichnung der Herkunft gewinnen alle Beteiligten. Der Konsument gewinnt, weil er weiß, dass Lebensmittel aus Österreich den höchsten und kritisch geprüften Standards unterliegen. Die Großküche profitiert, weil sie sich klar bei ihren Gästen positionieren kann. Aber auch für die Region ist es ein Gewinn, da sich durch die transparente Herkunftskennzeichnung automatisch auch die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln erhöht. Das hat für die Region mehr Wertschöpfung und Identitätsstiftung zur Folge. Damit wird die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen angekurbelt und durch die kurzen Transportwege wird auch noch unsere Umwelt geschont. Zusätzlich ist der Bezug von qualitäts- und herkunftsgesicherten Produkten aus den Regionen die kräftigste Form von Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit unserer Bauern.“
„Es freut mich sehr, heute eine Initiative der Landwirtschaftskammer NÖ unterstützen zu dürfen, die das Thema Herkunft in den Mittelpunkt stellt. Denn Egal ob es um den Griff ins Kühlregal beim Nahversorger geht oder darum, was wir in der Kantine zu Mittag essen: Unsere Wahl ist immer eine Entscheidung. Denn unsere Landwirte brauchen den Griff nach ihren Produkten und das betrifft nicht nur die privaten Haushalte im Land. Mehr heimische Lebensmittel in den Großküchen heißt noch mehr Nachfrage nach Produkten unserer Bäuerinnen und Bauern. Das ist damit eine konkrete Unterstützung unserer Betriebe. Deshalb haben sich auch zahlreiche Landesinstitutionen diesem Ziel angeschlossen: 27 Spitäler in Niederösterreich, 56 Landesheime in Niederösterreich, 18 Landwirtschaftliche Fachschulen in Niederösterreich und die Landhausküche setzen auf heimische Lebensmittel von bester Qualität“, so VP-Landesrat Ludwig Schleritzko.
Küche setzt auf Lebensmittel in rot-weiß-rot
Auch das Landesklinikum Horn schaut in der Küche darauf, wo ihre Lebensmittel herkommen. Und das nicht ohne Grund, wie der Kaufmännische Direktor Franz Huber berichtet: „Unsere Patienten befinden sich während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus sehr oft in einer unsicheren Situation, der Verlauf der erhofften Genesung ist nicht immer so wie erwartet oder gewünscht, man ist auf andere Personen angewiesen und so weiter. Ein gutes Essen ist oft der Höhepunkt des Tages, es kann beurteilt werden und trägt auch zum Wohlbefinden und einer rascheren Genesung bei. Auch in unserer Großküche wird versucht, auf individuelle Wünsche bestmöglich einzugehen und ein gutes Essen mit oft notwendigen medizinischen und pflegerischen Notwendigkeiten zu kombinieren, Stichwort Breikost oder Schonkost. Voraussetzung ist immer, dass die Basis stimmt, dass für gutes und hochwertiges Essen auch ausgezeichnete, regionale und naturnahe produzierte Lebensmittel möglichst aus der nächsten Umgebung verwendet und verkocht werden. Das alles ist bei uns der Fall, die Patienten schätzen dies genauso wie auch unsere Mitarbeiter, was uns auch immer wieder bestätigt wird, sei es bei einer Patientenbefragung oder einfach gemessen an der hohen Zahl von Mitarbeitern, die uns Essen gehen“.
Ab jetzt können sich auch private Großküchen der Initiative „Gut zu wissen“ verschreiben, um ihren Gästen das sprichwörtliche Tüpfchen auf dem i zu bieten und um vom Imagegewinn bei ihren Kunden zu profitieren.


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