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IV-NÖ –Präsident Thomas Salzer: „Genereller 12-Stunden-Tag ist ein Märchen“

Michaela Aichinger, 25.06.2018 12:05

THALHEIM/KAPELLN. Rund 300 Mitglieder und Ehrengäste fanden sich zum traditionellen Sommerfest der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) ein, das dieses Mal im Schloss Thalheim stattfand. Thema war unter anderem auch der 12-Stunden-Tag.

  1 / 5   IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer bei der Eröffnung des Sommerfests der Industriellenvereinigung Niederösterreich im Schloss Thalheim. Foto: Walter Skokanitsch

„Nach der Landtagswahl im Jänner und der Nationalratswahl vergangenen Herbst steht nun eine längere, wahlkampffreie Zeit vor uns – diese Chance muss die Politik nutzen, um die angekündigten Reformen und Wahlversprechen umzusetzen“, so IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer, beim Sommerfest der Industriellenvereinigung Nieder-österreich (IV-NÖ).

Neues Arbeitszeitgesetz

Der jüngste Initiativantrag der Bundesregierung für ein neues Arbeitszeitgesetz sei aus Sicht der Industrie jedenfalls zu begrüßen. „Selbstverständlich bleiben der Acht-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche erhalten. Es wird auch nicht zu einem generellen 12-Stunden-Tag und zu keiner generellen 60-Stunden-Woche kommen. Das ist ein Märchen. Wir wollen die Stunden nur im Bedarfsfall anders verteilen können, um im internationalen Wettbewerb besser auf Auftragsschwankungen reagieren zu können. Im Gegenzug dazu bekommen die Beschäftigten längere Zeit am Stück frei“, erklärt Salzer.

„Industrie ist wichtiger Beschäftigungsmotor für NÖ“

Die Industrie sichere in Niederösterreich gemeinsam mit den vor- und nachgelagerten Dienstleistungen, dem sogenannten servo-industriellen Sektor, rund 300.000 Arbeits-plätze in Niederösterreich. Durch indirekte und induzierte Effekte entstehen laut Salzer weitere 342.000 Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen. „Die Industrie ist damit ein wichtiger Beschäftigungsmotor für Niederösterreich“, so der IV-NÖ-Präsident und meinte weiter: „Davon konnte man sich vergangene Woche auch bei den Industrietagen ein Bild machen: 50 Produktionsbetriebe luden ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. „Mit insgesamt über 30.000 Teilnehmern haben wir einen Besucherrekord erzielt“.

Bohuslav: „Industrie und Land Niederösterreich sind starke Partner“

In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überbrachte VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav die Grußadresse seitens des Landes Niederösterreich. Sie betonte dabei die „gute Zusammenarbeit zwischen der IV-NÖ und der Landesregierung“. „Der Schulterschluss zwischen der IV-Niederösterreich und dem Land NÖ zeigt, dass wir mehr für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich erreichen können, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Die ersten Punkte der im November abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung mit der IV-NÖ wurden auch schon umgesetzt – etwa im Bereich Bürokratieabbau und Betriebsanlagengenehmigungen. Auch die Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft 4.0 läuft gut und soll weiter fortgesetzt werden“, so Bohuslav.

„Swinging Leader“

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgten auch in diesem Jahr die „Swinging Leaders“ unter der Leitung des ehemaligen IV-NÖ-Präsidenten Norbert Zimmermann und dem jetzigen IV-NÖ-Vizepräsidenten Peter Pichler von der Berndorf AG. Die Gage des Abends ging als Spende an das Hilfswerk Niederösterreich.


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