KATSDORF. Nach einem informativen Workshop, bei dem sich um die 30 Firmlinge der Pfarre Katsdorf mit der Thematik von Straßenkindern auseinandersetzten, erklärte sich eine Firmgruppe dazu bereit, sich einmal einen Nachmittag in die Lage eines Straßenkindes hineinzuversetzen.
Unterstützt vom rumänischen Projektkoordinator Alexandru Kelemen schlugen die Jugendlichen ihr Schlaflager in einem unterirdischen Stollen auf. Aus Pappkartons wurden Schlafgelegenheiten und sogar Pölster hergestellt. Als das Hungergefühl immer stärker wurde, ging es ans Geldverdienen. Dazu stellten die Jugendlichen ihre Schuhputzkünste auf der Linzer Landstraße unter Beweis. Auch Postkarten wurden gegen eine freiwillige Spende verteilt und siehe da, innerhalb kürzester Zeit kam eine stattliche Summe zusammen, welche die Schüler direkt an den Projektleiter weitergaben, um damit sozial benachteiligte Kinder in Rumänien zu unterstützen. Auch die Polizei wurde auf das Projekt aufmerksam, besuchte die Kinder in ihrer Unterkunft und beteiligte sich sogar mit einer kleinen Spende. „Es ist schwer vorstellbar, wie Kinder Tag und Nacht auf der Straße verbringen können und das bei jedem Wetter“, meinte Teilnehmerin Vanessa, während sie sich gegen Abend bei einem Lagerfeuer ihre kalten Hände wärmte. „Es war eine tolle Erfahrung für uns“, waren sich alle einig und am Ende froh, doch in ihren warmen Betten schlafen zu können.
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