Kultur am Pienkenhof - Zehn Jahre Theatergruppe
KEFERMARKT. Der von Heinz Reiter und Ilse Wagner 2008 gegründete Verein „Kultur am Pienkenhof“ , kurz KAP, veranstaltet neben Konzerten und Lesungen alljährlich Theateraufführungen. Seit Juli 2009 wird auf dem naturnahen Freiluftgelände des Pienkenhofs in Kefermarkt unter der Regie von Ilse Wagner Theater gespielt.

Das treue Stammpublikum schätzt sowohl das besondere Ambiente des Hofes als auch die unterschiedlichen theatralen Mittel, die die Produktionen bereichern. Der Bogen spannt sich von Revueelementen mit Gesang und Tanz über Schattenspiel, Tischmarionetten, Gemüsetheater und Papierkunst bis hin zum italienischen Maskentheater (Commedia dell´arte). Ein Großteil der Aufführungen sind Eigenproduktionen, die teilweise aus den Improvisationen des Ensembles während der Probenarbeiten hervorgehen. Auch Kostüme und Bühnenbild sind häufig das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. So entstanden für das Stück des Vorjahres „Don Quijote de la Mancha“ die Papierperücken sowie Rüstungsteile, Schwerter, Sänfte etc. in einem Workshop mit einer Papierkünstlerin.
Das Besondere am Kulturverein und der Theatergruppe ist sicherlich auch der Verzicht auf jegliche Subventionsmittel und Aufwandsentschädigungen für das Ensemble. Der Lohn für unseren Einsatz besteht aus der Begeisterung und den positiven Rückmeldungen des Publikums. Nähere Infos auf www.pienkenhof.at
Zehn Jahre Theatergruppe Pienkenhof
Die „Theatergruppe Pienkenhof“ wurde im Jahr 2008 gegründet. Im Sommer 2009 starteten die Schauspieler eine Trilogie mit den „Witwendramen“ von Fitzgerald Kusz, danach folgten die Eigenproduktionen „Küchendramen“ 2010 und „Göttinnendramen“ 2011.
„2012 spielten wir zum ersten Mal eine italienische Stegreifkomödie – eine Commedia dell´arte: 'I Dilettanti'. Dieser Form blieben wir weiterhin treu. Es entstanden die Eigenproduktionen 'Die chinesische Prinzessin' (2013), eine Commedia nach Motiven von Carlo Gozzi, 'Die Tödin tanzt' (2014), eine Verbindung zwischen der Commedia und Motiven des Totentanzes und 2015 die Bearbeitung des Fauststoffes 'Es faustet'“, erzählt Heinz Reiter.
2016 widmete sich die Theatergruppe den unsterblichen Figuren der spanischen Literatur: Don Qujote und Sancho Panza im Drama „Don Quijote von der Mancha“ von Heiner Kondschak. Den Stoffen aus der Weltliteratur blieben sie weiterhin treu. Im Vorjahr folgten die Schauspieler den Spuren des Theatergenies William Shakespeare und der Entstehung seines „Sommernachtstraums“ mit „WilliamsTraum“ von Marion Schüller. „2018 gilt unser Interesse einem Stoff aus der griechischen Antike, der Komödie 'Lysistrata' aus der Feder des bekannten Autors Aristophanes aus dem Jahr 411 v. Chr“, sagt Reiter.
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