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KEFERMARKT. Durch den Verein „Bloodsister“ will Sandra Birklbauer sportliche und kreative Talente aus benachteiligten Gesellschaftsschichten unterstützen, persönliche Ziele zu definieren und mit Hilfe des Vereins ihre Lebensträume zu verwirklichen.

  1 / 4   Sibo (hinten l.) mit seinem Trainer Alister Dream Wilder ist Vorbild für viele Kinder. Fotos: Sandra Birklbauer

Auf ihren beruflichen Reisen von Costa Rica bis Südafrika lernte die Fotografin Sandra Birklbauer auch die weniger schönen Seiten der Welt kennen und beschloss einen Weg zu finden, etwas dagegen zu unternehmen. Mit ihrem Verein „Bloodsister“ will sie denen helfen, die es nicht so gut haben. Speziell Sportler und kreative Menschen, die aus sozial benachteiligten Verhältnissen kommen, stehen im Fokus. „Ich will Menschen helfen, die ohne Starthilfe nicht die Möglichkeit hätten, ihre Talente auszubauen und sich ihren Traum zu erfüllen“, sagt Birklbauer. Durch ihre Arbeit als Fotografin war für sie klar, dass sie sich vor allem kreativ tätigen Menschen widmen möchte. „Ich will nicht nur kurzfristig helfen, sondern diese begabten Menschen auch zur Selbsthilfe befähigen, damit sie durch eigene Arbeit und persönliches Engagement langfristig ihre Ziele erreichen können und neue Perspektiven entwickeln.“

Individuelle Hilfe

Unterstützt werden die Künstler und Sportler vor Ort. Dabei kann die Art der Hilfestellung sehr unterschiedlich aussehen. „Wir versuchen das zu organisieren, was individuell wirklich gebraucht wird. Bei dem einen kann es ein Trainer sein, beim nächsten Sport- ausstattung und medizinische Versorgung oder Startgeld zur Teilnahme an Wettbewerben. Wir stellen Kontakte her und sorgen dafür, dass die Kommunikation funktioniert. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern auch zur Eigeninitiative anspornen.“

Persönliche Verbindung

Der Vereinsname „Bloodsister“ soll Programm sein: „Ich will nicht anonym vom Ausland aus helfen, sondern eine persönliche Verbindung mit unseren Schützlingen haben“, sagt Birklbauer. Weiters soll jeder, der vom Verein Unterstützung erhält, sich nach Möglichkeit auch selbst ehrenamtlich engagieren und neue Projekte kreieren. So wird der soziale Gedanke weitergetragen.

Erste Siege für Sibo

Einer der ersten, der durch den Verein „Bloodsister“ unterstützt wird, ist Sibo, welchen Birklbauer zufällig bei ihrer Arbeit für eine NGO kennengelernt hat. Er wohnt in einem Township in Kapstadt (Südafrika) und ist Geländeläufer. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur vor Ort musste Sibo jeden Tag zehn Kilometer zurücklegen, um Wasser für seine Familie zu holen. Dadurch wurde das Laufen seine Passion und sein großer Wunsch ist es nun, ein professioneller Athlet zu werden. Neben den Trainingseinheiten arbeitet er als Verkäufer in einem Sportladen, um seine Familie zu unterstützen. Mittlerweile konnte er bereits einige Siege bei Trail Marathons verzeichnen. „Er läuft nicht nur selbst, sondern trainiert auch Kinder. So gibt er sein Wissen weiter und hat eine Vorbildwirkung für andere“, erklärt Birklbauer.

Projekt in Indonesien

Bisher hat das Vereinsteam, welches neben Sandra Birklbauer auch noch durch die aktive Mitarbeit von Isabella Noichl und Stefan Tröls unterstützt wird, die Arbeit aus eigener Kraft mit Hilfe von vielen Freiwilligen bewältigt. „Um weiteren Menschen helfen zu können, brauchen wir jetzt aber finanzielle Hilfe.“ Das nächste Projekt soll in Indonesien umgesetzt werden. Geplant ist der Bau eines Hauses, in dem sportliche und kreative Workshops für Kinder stattfinden werden. Beteiligen kann man sich finanziell oder indem man sein Fachwissen oder seine Unterstützung im Team einbringt. „Ich bin davon überzeugt, dass jeder die Möglichkeit hat, die Welt ein Stück zu verbessern“, sagt Birklbauer. Infos auf www.bloodsister.org?


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