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KEMATEN/KREMS. Der Tod ist ihr Beruf. Die Bestatterin Beatrix „Trixi“ Lang steht trotzdem mit beiden Beinen im Gemeinde-Leben. 

Am Ende tritt „Trixi“ Lang auf den Plan, immer häufiger organisiert sie auch die Abschiedsfeiern. Foto: Tips / BS

Was benötigt man, um im Bestattungs-Gewerbe zu arbeiten? Man müsse einigermaßen gefestigt sein und sich abgrenzen können, meint Beatrix Lang. Das Schöne an diesem Beruf: „Man lernt, dankbar zu sein. Ich habe mit Menschen zu tun und es kommt auch viel Wertschätzung zurück“, sagt sie. Starkes

Viel Vertrauen nötig

Dass sie immer wieder in sehr intime Bereiche der Familien eingelassen wird, empfinde Lang als Verantwortung: „Da muss man sehr achtsam sein den Angehörigen gegenüber und es wird ein großes Vertrauen in mich gesetzt. In gewisser Weise bin ich auch die Seelsorgerin.“ Dass sie nicht nur im Heimatort, sondern auch in den Nachbargemeinden als „die Trixi“ alle kennen, überrasche sie selbst manchmal. Sie gehört zu Kematen und ist als vielgeschätzte Persönlichkeit anerkannt. Eigentlich hatte sie einen Beruf als Sachbearbeiterin in der Glasindustrie. Das Bestattungsunternehmen hat sie nach dem Tod ihres Vaters von ihren Eltern übernommen. Jetzt führt sie den Betrieb schon in dritter Generation.

Gewerbe im Wandel

Auf Veränderungen muss sie auch in dieser Branche reagieren. Der Trend zur Feuerbestattung sei sehr stark. Diese Art der Bestattung könne sehr individuell gestaltet werden. Aber auch bei den kirchlichen Begräbnissen habe sich der Spielraum erweitert. Natürlich werde die geplante neue Aufbahrungshalle im Ort vieles erleichtern. Auch andere Bestattungsvarianten würden zunehmend gefragt. Ein Prospekt hinter Langs Besprechungstisch informiert etwa über Waldbestattungen. Erlaubt ist mittlerweile einiges, jedoch immer innerhalb fester Regeln. „Die Tendenz geht dazu, mehr Zeit bis zur Bestattung zu haben“, erklärt Lang. Dennoch sieht das Gesetz vor, dass 96 Stunden bis zur Beisetzung nicht überschritten werden dürfen.

Organisieren und gestalten von Feiern

Ihr Job bestehe aus vielen organisatorischen Tätigkeiten, von den Mitteilungen an Ämter, dem Ausfertigen von Dokumenten, Meldung an Zeitungen bis hin zur Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung. Was immer mehr zunimmt, sei die Gestaltung der Abschiedsfeiern, betont Lang. Dies entwickle sich immer mehr zur Kernaufgabe in ihrem Geschäft.

Was Beatrix Lang auch noch liebt, ist das Singen. Sie war lange im Chor der Pfarre Kematen aktiv in Kremsmünster und demnächst übernimmt sie die Leitung des Eggendorfer Chors. Ob sie als vielgeübte Vokalistin da auch manchmal in der Dusche singe oder ob das dann Pause hat? Natürlich, sagt sie mit einem Grinsen, denn das Wichtigste beim Singen sei das stetige Üben.


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