Rückhaltebecken Krems-Au schützt Kematen vor Hochwasser
WARTBERG/KEMATEN. Das Kremstal war in den letzten Jahren immer wieder von erheblichen Überflutungen betroffen. Daraufhin wurde ein umfangreiches Hochwasserschutzprogramm entwickelt. Das Herzstück bildet das Rückhaltebecken Krems-Aus, welches auch für Kematen Erleichterungen mit sich bringt.

Nachdem in der ersten Bauphase die beiden Auslaufbauwerke errichtet, das Kraftwerk Eder versetzt und die Krems in naturnaher Form verlegt wurde, läuft derzeit die Umsetzung des zweiten Bauabschnittes. Dieser sieht den kompletten Dammbau inkl. HW-Entlastung vor. Dazu werden aus Materialdepots im Baufeld insgesamt rund 360.000 m³ Dammschüttmaterial gewonnen und vor Ort eingebaut“, erklärt der für den Hochwasserschutz zuständige Landesrat Wolfgang Klinger.
Das Projekt umfasst die Errichtung eines Rückhaltedammes (Höhe bis 9,5 Meter; Länge ca. 1,9 Kilometer) mit zwei Grundablassbauwerken zur Steuerung des Wasserstandes sowie eine Hochwasserentlastungsanlage und schafft einen Speicherraum vom 2,6 Millionen Kubikmeter Wasser. Zur Errichtung dieser Bauwerke wurde im Vorfeld die Krems in einem Teilbereich neu angelegt, der Rothbach eingetieft und eine bestehende Wasserkraftanlage an einem neuen Standort errichtet.
„Die Gesamtkosten des vom Schutzwasserverband Kremstal errichteten Rückhaltebeckens belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, die vom Bund, dem Land Oberösterreich und dem Schutzwasserverband Kremstal getragen werden. Mit diesem Becken kann für die Gemeinden Wartberg, Kremsmünster und Kematen ein HQ100 Schutz für etwa 250 Wohnobjekte und 30 Firmen erreicht werden. Darüber hinaus wird auch eine Verbesserung der Hochwassersituation für die Unterlieger bis zur Traunmündung erzielt. Die Umsetzung des Projektes ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der betroffenen Bevölkerung“, so Klinger abschließend.
Kematen investiert weiter in Hochwasserschutz
„Durch das gemeindeübergreifende Mamut-Projekt 'Rückhaltebecken Krems-Au' werden Teile der Ortschaft Achleiten - konkret bis zur Einmündung vom Sulzbach - vor einem 100-jährigen Hochwasserereignis der Krems geschützt. Aber auch für die unterliegenden Bereiche von Kematen erhöht sich der Hochwasserschutz“, ist Bürgermeister Markus Stadlbauer überzeugt.
Parallel dazu wurde von der Gemeinde die Renaturierung vom Bettlbach vorgenommen und aktuell wird mit zahlreichen Stauraumkanälen an der nachhaltigen Verbesserung der Oberflächenentwässerung gebaut. Für die kommenden Jahre ist zudem noch die Realisierung vom Rückhaltebecken „Stögmüllergraben“ vorgesehen.
„Bei all diesen wichtigen Infrastrukturprojekten investieren die Gemeinden neben den Benützungs- und Anschlussgebühren auch viel Steuergeld“, so Markus Stadlbauer abschließend.


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