Glasfaserausbau in Kematen: Kostenübernahme von einem Drittel
KEMATEN/YBBS. Wie groß das Interesse der Kematner Bevölkerung am Info-Abend der noeGIG über den möglichen Glasfaserausbau in der Marktgemeinde war, belegten die volle Festhalle und die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

Glasfaserinfrastruktur ist heutzutage die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und auch für die Attraktivität eines Wohnsitzes. Denn nur ein Glasfaseranschluss im Haus stellt sicher, dass genügend Bandbreite für aktuelle und zukünftige Internetdienste da ist.
Vier NÖ-Pilotregionen
Insgesamt werden in den nächsten drei Jahren etwa 100.000 Glasfaseranschlüsse bis zum Haus errichtet. Dazu noeGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber: „Es gibt nur vier Pilotregionen in ganz Niederösterreich. Das Ybbstal ist eine davon und nun auch die angrenzenden Gemeinden Allhartsberg, Kematen und Sonntagberg. Wir haben schon viele Anfragen von anderen Gemeinden, die sofort auf den Datenhighway aufspringen würden, aber noch Jahre darauf warten müssen. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen.“ Damit die noeGIG den Ausbau in Kematen überhaupt startet, müssen sich 40 Prozent für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Werden die 40 Prozent erreicht, startet der Ausbau bereits im Frühjahr des kommenden Jahres. Ab Mitte 2020 können dann die ersten Anschlüsse aktiviert werden.
100 Euro Gemeindezuschuss
Der Anschluss, der offen ist für alle Internet-Anbieter, kostet 1.000 Euro. Einmalige Aktion: Wer sich bis 20. Dezember für einen Anschluss entscheidet (Formulare sind am Gemeindeamt erhältlich), zahlt nur 300 Euro. Voraussetzung dafür ist aber eine 24-monatige Bindung an einen der Internet-Serviceanbieter, die die noeGIG schon ins Boot geholt hat. Weitere Unterstützung kommt von der Gemeinde. „Weil wir das als ganz große Chance sehen, um Kematen zukunftsfit zu machen, steuert die Gemeinde 100 Euro pro Anschluss bei“, so ÖVP-Vize-Bürgermeister Walter Lettner. Die Vorteile von Breitband liegen auf der Hand. Glasfaser bietet Höchstgeschwindigkeit – sowohl beim Download als auch beim Upload. In Haushalten mit zeitgleich mehreren Internet-Nutzern kommt es zu keinerlei Engpässen mehr. Auch nicht zur „Rushhour“, in der sich viele Nutzer an einen Verteiler hängen.
An die Zukunft denken
Selbst wenn man heute noch ein Auskommen mit der gegebenen Infrastruktur hat, lassen sich künftige Entwicklungen nicht absehen. Man denke nur an die heute schon genutzte Möglichkeit der Smarthomes. Auch Microsoft-Begründer Bill Gates irrte 1981 ganz gewaltig, als er meinte: „Niemand braucht mehr als 640 Kilobyte Arbeitsspeicher in seinem PC.“ Ein weiterer Bonus: Mit einer Glasfaser-Infrastruktur bis zum Haus steigert man den Wert der Liegenschaft langfristig und sorgt dafür, dass auch nachkommende Generationen über ausreichende Bandbreite verfügen. Mehr zum NÖ Glasfasermodell erfährt man beim zusätzlichen Sprechtag am 28. November im Sitzungssaal der Gemeinde Kematen oder unter www.noegig.at.


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