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Online Redaktion, 06.05.2019 20:00

KEMMELBACH. Der 3. Mai steht im Zeichen der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. In der Werkstätte Kemmelbach der Lebenshilfe NÖ traf man sich zum Meinungsausstausch zum Thema „Einkommen und Bedarfssicherung von Menschen mit Behinderung“. 

Christa Hüller, Fritzi Pospischil, Charly Solira, Andreas Zehetner, Maria Ulm, Markus Berger, Silvia Moser, Patricia Drescher, Anton Bicker, Harald Ellbogen, Ewald Stock, David Habichler;

Präsidentin Friederike Pospischil, Selbstvertreter Markus Berger und Andreas Zehetner, Fachbereichsleiter, Regionalleiter, Angehörigenvertreter der Lebenshilfe NÖ, waren zum Austausch gekommen, die Politik war durch Silvia Moser, vom Club der Grünen im NÖ Landtag, vertreten.

Nach der Begrüßung durch die Präsidentin eröffnete Selbstvertreter Markus Berger mit seinem berührenden Referat die Gespräche: „Wir werden wie Kinder behandelt, bekommen ein so genanntes 'Taschengeld' für unsere Arbeit in den Werkstätten.“

Abgeordnete zum NÖ Landtag Silvia Moser: „Im Land NÖ gab es in den letzten Jahren wenig Fortschritte in den Belangen von Menschen mit Behinderung. Land und Bund haben unterschiedliche Verantwortlichkeiten und die sind noch dazu von Land zu Land unterschiedlich. Die Ausrede, dass wir uns es nicht leisten können hier etwas zu verändern, lasse ich nicht gelten, für vieles andere wird viel Geld ausgegeben. Welche Werte sind wichtig? Was ist Arbeit, wie viel ist sie wert? Eine eigene Kranken- und Pensionsversicherung für Menschen mit Behinderung ist wichtig.“

Die gesetzlichen Vorgaben sind mit der UN-Konvention vorhanden, für die Umsetzung ist die Politik seit vielen Jahren gefordert. Selbstvertreter Andreas Zehetner sieht dabei eher Rückschritte als Fortschritte und fordert: „Die Gesellschaft muss endlich beginnen inklusiv zu denken.“ Für die Umsetzung wäre vermutlich der Vorschlag von Selbstvertreter Markus Berger hilfreich: „Ich lade jeden Politiker ein, wenn er nicht zu feige ist, einen Tag lang 24 Stunden in einem Rollstuhl ihren Tag zu bewältigen. Ich glaube, nein ich bin mir sicher, dass die UN Konvention für Menschen mit Behinderungen innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden würde.“


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