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LINZ-LAND. Informationen über dreiste Telefonbetrüger haben uns in der letzten Woche erreicht. Die Täter, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben, rufen immer wieder an, bis zu zehnmal am Tag. Wir haben beim Landeskriminalamt nachgefragt, wie man sich im Ernstfall verhalten soll.

Bloß auf keine Diskussion einlassen! Foto: shutterstock.com/Bacho
Bloß auf keine Diskussion einlassen! Foto: shutterstock.com/Bacho

„Die Anrufe kommen am Festnetz, immer von verschiedenen ausländischen Nummern. Seit einer Woche passiert das bei uns in der Straße, oft im Stundentakt“, ärgert sich ein Bewohner aus dem Kirchberg-Theninger Ortsteil Niederfeld (Name der Redaktion bekannt). „Die Anrufe beginnen etwa mit „Hello, my name is Steven, your Windows has been hacked““, schildert der Betroffene.

In gebrochenem Englisch versuchen einem die Anrufer verständlich zu machen, dass Schadsoftware auf dem Computer gefunden worden sei. Die Kriminellen animieren dazu, ein angebliches Tool zum Entfernen dieser bösartigen Software zu installieren.

„Stattdessen wird durch das Herunterladen und die Installation dieses Tools überhaupt erst bösartige Software in das System gelassen. Diese Software gestattet den Betrügern fortan vollen Zugriff auf die persönlichen Daten. Von da an lassen sie ihre Masken fallen und werden erpresserisch tätig, indem sie drohen, Daten zu löschen, sofern es nicht zu Barzahlungen von bis zu 250 Euro kommt. Ferner erschleichen sich die Betrüger Zugriff auf sensible Zugangsdaten wie für das Online Banking“, wird auf der Homepage www.onlinewarnungen.de gewarnt.

Unbedingt Anzeige erstatten

Beim Landeskriminalamt kennt man das Problem seit Dezember 2018. „Wir haben hunderte von Telefonnummern, denen wir nachgehen. Eine Sonderkommission von drei Leuten beschäftigt sich ausschließlich mit diesem Problem“, sagt Gerald Sakoparnig, Leiter der Abteilung Betrugsbekämpfung beim Landeskriminalamt.

Er rät dazu, sich auf keine Diskussion einzulassen, das Gespräch im Ansatz zu unterbinden. Anschließend soll unbedingt bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige erstattet werden.

Hinweise wie etwa Display-Nummern, Zeit und Ort der Anrufe sowie Verhalten der Anrufer können für die Ermittler hilfreich sein.


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