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BEZIRK/ROSSLEITHEN. Zu Ostern ist der Eierkonsum so hoch wie zu keiner anderen Zeit. Im Bezirk Kirchdorf gibt es rund 670 Legehennen-Betriebe, dazu zählt auch der Brunlitzerhof in Roßleithen. Bäuerin Sandra Mayr berichtet über den Betrieb und erklärt, wie man mit Naturmaterialien Eier färbt.

  1 / 7   Sandra Mayr vom Brunlitzerhof in Roßleithen zeigt mit ihren Kindern Sophie und Marie (v. l.), wie das Eierfärben mit Naturmaterialien am besten gelingt. (Foto: Brunlitzerhof, Familie Mayr)

2022 hielten 671 Betriebe 210.826 Legehennen im Bezirk Kirchdorf. 6.000 Hennen – jeweils zur Hälfte Freiland- und Bodenhaltung – legen am Brunlitzerhof in Roßleithen die Eier. Einen Teil davon lassen Sandra und Wolfgang Mayr einfärben. „Im Verhältnis zur Jahresmenge sind es zwar nicht viele, aber der Osterhase bestellt jedes Jahr einige tausende Ostereier bei uns“, verrät Sandra Mayr. Der frühe Ostertermin sei kein Problem, es werde immer rund eineinhalb Monate vor Ostern mit dem Einfärben der Eier begonnen. „Man stellt sich als Legehennen-Betrieb ohnehin auf Ostern ein. Heuer haben wir Anfang Februar die ersten Ostereier verkauft“, berichtet die Bäuerin.

Ostereier natürlich färben

Familien mit Kindern halten das Brauchtum des Eierfärbens und Verzierens nach wie vor hoch, ob mit gekauften Farben oder mit allem was die Natur an Farbstoffen anzubieten hat. Wer selbst Eier färben möchte, greift am besten zu jenen mit einer hellen Schale.

Beim Färben mit Naturmaterialien wird ein Kochsud verwendet, der aus zerkleinerten oder geraspelten Pflanzenteilen gemacht wird. Je nachdem, welche Materialien man nimmt, ergeben sich unterschiedliche Farben (siehe Infokasten). Die Farben können durch Zusätze optimiert werden, so werden sie durch Zugabe von Pottasche intensiver, durch einen Eisennagel verdunkelt und mit Essig aufgehellt.

Für ein Muster auf dem Ei eignen sich diverse kleine Blüten, Gräser und Blätter mit glatter Oberfläche. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eine Feinstrumpfhose wird in zirka 15 mal 15 Zentimeter große Quadrate geschnitten und in die Mitte ein Muster aus Gräsern und Blüten gelegt. Das noch rohe Ei wird auf das Muster gelegt, das Strumpfquadrat darüber zusammengefalten und mit einem Bindfaden festgebunden. Die Strumpfhose sorgt dafür, dass die Pflanzen auf der Eierschale haften und der Pflanzensud dort die Schale nicht einfärben kann. Das Ei sollte 10 bis 15 Minuten im Sud kochen. Es ist auch möglich, bereits gekochte Eier für zirka 20 Minuten in den Farbsud zu legen. Der Strumpf wird erst abgenommen, wenn das Ei trocken ist. Also auf geht’s zum lustigen Eierfärben, damit es zu Ostern bunt wird.


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