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Nach jahrelanger Pause: Compassion-Projekt bringt Schüler wieder ins Klinikum Kirchdorf

Maya Lauren Matschek, 01.07.2026 15:30

KIRCHDORF/KREMS. Nach mehreren Jahren Pause war es heuer wieder so weit: Schüler des Compassion-Projekts erhielten im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf spannende Einblicke in den Krankenhausalltag. Jugendliche aus dem Gymnasium Schlierbach, der HLW Bad Ischl und dem Franziskus Gymnasium Wels konnten dabei eine Woche lang erleben, was es bedeutet, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu begleiten und zu unterstützen.

Compassion-Schülerin (hinten) auf Station 2C Family Center (Foto: OÖG)
  1 / 3   Compassion-Schülerin (hinten) auf Station 2C Family Center (Foto: OÖG)

Das Sozialprojekt fand bereits zum 19. Mal statt und verfolgt das Ziel, jungen Menschen wichtige soziale Erfahrungen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Empathie, Verantwortungsbewusstsein und der respektvolle Umgang miteinander. Im Klinikum Kirchdorf waren die Jugendlichen direkt in verschiedene Bereiche eingebunden und wurden dabei von erfahrenen Mitarbeitern begleitet.

Menschlichkeit als wichtiger Teil der Medizin

Der Kontakt mit Patienten zeigte den Schülern eindrucksvoll, dass ein Krankenhaus nicht nur aus medizinischer Versorgung besteht. Gerade die menschliche Begegnung und das Verständnis für die Bedürfnisse anderer Menschen spielen im Klinikalltag eine zentrale Rolle. „Gerade im Krankenhaus erleben junge Menschen sehr eindrucksvoll, wie wichtig Menschlichkeit neben der medizinischen Versorgung ist. Diese Erfahrungen prägen oft nachhaltig und geben Orientierung für den eigenen weiteren Lebensweg“, betonen die Mentorinnen Ingrid Schicho und Andrea Steigerstorfer (beide Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern = DGKPin), die die Jugendlichen während ihres Aufenthalts betreuten.

Einblicke in Gesundheitsberufe

Neben den sozialen Erfahrungen konnten die Jugendlichen auch unterschiedliche Berufsfelder im Gesundheitswesen kennenlernen. Von der Pflege über medizinische Assistenzberufe bis hin zu therapeutischen Tätigkeiten wurde sichtbar, wie vielfältig die Arbeit in einem Klinikum ist.

Auch über Ausbildungswege – etwa an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule sowie an der FH für Gesundheitsberufe – erhielten die Schüler einen Überblick. Die Begegnungen mit den Mitarbeitern machten deutlich, wie abwechslungsreich und sinnstiftend eine Tätigkeit im Gesundheitsbereich sein kann.

„Es ist uns ein großes Anliegen, jungen Menschen nicht nur fachliche Eindrücke zu vermitteln, sondern auch die Werte unseres Handelns näherzubringen. Menschlichkeit, Professionalität und Teamarbeit stehen bei uns im Mittelpunkt“, erklärt die stellvertretende Pflegedirektorin und Pflegebereichsleitung DGKPin Eva-Maria Gerdsmann.

Gleichzeitig hofft das Klinikum, mit solchen Projekten auch das Interesse an Gesundheitsberufen zu fördern.


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