Wasserknappheit belastet Ortschaften im Bezirk Kirchdorf
BEZIRK KIRCHDORF. Die lange Trockenheit belastet Brunnen und Quellen im Bezirk Kirchdorf. Im Stodertal fehlen in einer Ortschaft derzeit rund 9.000 Liter Wasser pro Tag. Für die 85 Betroffenen bereiten die Behörden Tankwagen vor.

Auch eine weitere Gemeinde im Bezirk Kirchdorf kämpft mit Wassermangel. Dort ging für 45 Einwohner bereits eine zusätzliche Quelle in Betrieb.
Im Stodertal soll langfristig eine Notleitung zu einer nahen Wassergenossenschaft helfen. Solche Leitungen und zweite Quellen werden laut Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder immer wichtiger: „Eine sichere Wasserversorgung braucht ein zweites Standbein. Notleitungen, vernetzte Wasserversorger und geschützte Quellen entscheiden im Ernstfall darüber, ob auch morgen noch sauberes Wasser aus der Leitung kommt.“
Viel zu wenig Regen
Im Juli fielen in Oberösterreich erst 38 Millimeter Regen, das sind 29 Prozent der üblichen Menge (rund 129 Millimeter).
Seit Jahresbeginn kamen 381 Millimeter zusammen. Im Schnitt wären es 624 Millimeter. Der Hydrographische Dienst erwartet weiter wenig Regen und hohe Temperaturen.
Rund 30 Prozent der Messstellen zeigen sehr niedrige Grundwasserstände. Bei weiteren 60 Prozent liegen die Werte niedrig. Auch viele Flüsse führen deutlich weniger Wasser als gewohnt.
Der Landesrat ruft daher zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf: „Trinkwasser muss jetzt vor allem zum Trinken, Kochen und für die Körperpflege da sein. Ein grüner Rasen ist zweitrangig. ‘Einen Pool befüllen’ ist aktuell ein absolutes No-Go. Wir müssen derzeit besonders sorgsam mit unserem wertvollsten Lebensmittel umzugehen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden