BEZIRK. Schnupfende, hustende und fiebernde Kinder können besorgte Eltern verunsichern. Problematisch wird es aber erst, wenn Kinder häufig zusätzlich eine Bronchitis bekommen oder sich jeder Infekt sofort auf die Ohren schlägt, weiß Primar Gerhard Pöppl, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im LKH Kirchdorf.
„Das kindliche Immunsystem wird durch verschiedene Erreger trainiert und bildet Abwehrstoffe. Man kann davon ausgehen, dass ein Kind bis zum zehnten Geburtstag durchschnittlich drei- bis achtmal pro Jahr an einem grippalen Infekt erkrankt“, erklärt Primar Pöppl. Erkältungskrankheiten bei Kindern sind also zunächst einmal kein Anlass zu übertriebener Sorge. Bewegung, Schlaf und gesunde Ernährung Bei einer handfesten Bronchitis oder einem Infekt, der sich auf die Ohren schlägt, sollten Eltern aber aufmerken. Gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf stärken die Abwehr, sodass beim nächsten Husten nicht mehr daraus wird. Primar Pöppl empfiehlt zur Vorbeugung von Erkältungen und zur Stärkung der Abwehrkräfte verschiedene Maßnahmen. Obst, Gemüse und ausreichend trinken sind besonders wichtig, da die Schleimhäute in der Heizungsperiode anfälliger sind. Bewegung an der frischen Luft ist ebenso stets angezeigt. Die Füße sollten immer warm gehalten werden. Ausreichend Schlaf ist ebenso wichtig, da Stress und zu wenig Schlaf das Immunsystem schwächen. Und Primar Pöppl rät: „Wohnräume sollten nicht wärmer als 22 Grad sein und eine Luftfeuchtigkeit um 50 Prozent aufweisen. Vor dem Schlafengehen Kinderzimmer gut durchlüften.“
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden