Dieter Radhuber (SPÖ) zum neuen Bürgermeister von Spital am Pyhrn gewählt
SPITAL AM PYHRN. (UPDATE) Bei der Bürgermeisterwahl in Spital am Pyhrn setzte sich der 57-jährige Sozialdemokrat Dieter Radhuber mit 64,43 Prozent der Stimmen durch. Er folgt auf den langjährigen Bürgermeister Ägidius Exenberger, der die 2.300-Einwohner-Gemeinde von 2003 bis zu seinem tragischen Tod bei einem Bergunfall im August 2025 geführt hatte.
Der SPÖ-OÖ-Landesparteivorsitzende Martin Winkler gratulierte Radhuber persönlich zur Wahl: „Ich gratuliere Dieter und seinem Team sehr herzlich. Ich bin überzeugt, dass er die Gemeinde mit großem Engagement und Tatkraft weiter voranbringen wird.“
Radhuber verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrung und ist in Spital am Pyhrn fest verwurzelt. Zuletzt hatte sich der Vizebürgermeister gemeinsam mit Landesparteichef Winkler für das geplante Kleinwasserkraftwerksprojekt Trattenbach ausgesprochen.
Ellmauer als Herausforderin
Für die ÖVP ging Johanna Ellmauer ins Rennen. Auf sie entfielen bei der Wahl am Sonntag 35,6 Prozent.
(UPDATE) Erste Projekte klar definiert
Radhuber selbst hat bereits konkrete Vorhaben im Blick: „Ganz oben stehen der Ausbau des Kindergartens und die Finalisierung der Ausschreibungen. Die Finanzierung steht, nun geht es darum, die nächsten Schritte rasch umzusetzen.“ Geplant ist ein Anbau am bestehenden Gemeindegebäude, in dem auch die Volksschule untergebracht ist – inklusive zweiter Krabbelstubengruppe. Gespräche mit der Caritas sind laut dem neuen Ortschef im Gange.
Auch das Kleinwasserkraftwerksprojekt Trattenbach, in dessen Gespräche über die weitere Abwicklung und weiteres Verfahren auch die ÖVP und FPÖ eingebunden werden, soll weiterverfolgt werden. „Günstige Energie für den Ort ist ein zentrales Zukunftsthema“, so der neue Bürgermeister.
Spielplatz und Leerstände als Anliegen der Bevölkerung
Aus Gesprächen mit Bürgern weiß Radhuber, wo der Schuh drückt: „Der Wunsch nach einem Spielplatz wird immer wieder an mich herangetragen.“ Ein weiteres großes Thema sei der Leerstand: „Als Gemeinde schauen wir aktiv nach Mietern für leerstehende Objekte.“
„Alle einbinden – man darf nicht stehen bleiben“
Für die Zukunft wünscht sich Radhuber vor allem Zusammenhalt: „Mir ist wichtig, alle einzubinden und gemeinsam für ein lebendiges, lebenswertes Spital am Pyhrn zu stehen. Man darf nicht stehen bleiben – ein Ort muss sich weiterentwickeln.“
Erfahrungen aus der Zeit als Vizebürgermeister
Die Anfangszeit als Vizebürgermeister bezeichnet Radhuber als herausfordernd: „Mein Vorgänger hat vieles alleine gemacht, für mich war anfangs vieles neu. Dazu kamen Erwartungen und Versprechen aus der Vergangenheit, mit denen man umgehen musste.“
Neben kommunalpolitischer Erfahrung bringt Radhuber auch seine berufliche Praxis als Versicherungskaufmann ein.
In der Volksschule wurden zuletzt unter anderem digitale Tafeln eingeführt – ein Projekt, das ihm besonders am Herzen lag.
Wahlbeteiligung und Stimmen
Die Wahlbeteiligung lag inklusive Wahlkarten bei 73,41 Prozent. Dieter Radhuber (SPÖ) erreichte 884 Stimmen. Auf Johanna Ellmauer (ÖVP) entfielen 488.
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