Ortszentren im Bezirk Kirchdorf sollen bis 2030 gezielt gestärkt werden
BEZIRK KIRCHDORF. Die Attraktivität von Ortszentren rückt im Bezirk Kirchdorf stärker in den Fokus der regionalen Wirtschaftspolitik. Der Bezirksstellenausschuss der Wirtschaftskammer (WKO) Kirchdorf hat das Thema zu einem zentralen Arbeitsschwerpunkt bis zum Jahr 2030 erklärt. Ziel ist es, die Ortskerne langfristig als Wirtschafts- und Lebensräume zu sichern.

Lebendige Ortszentren gelten als wichtiger Faktor für die Entwicklung einer Region. Sie beeinflussen nicht nur die Nahversorgung und Aufenthaltsqualität, sondern spielen auch für den Tourismus sowie die Attraktivität als Arbeits- und Wohnstandort eine Rolle.
WKO-Bezirksobfrau Doris Staudinger verweist darauf, dass Ortszentren eine zentrale Infrastruktur darstellen, die über ihre Funktion als Einkaufsorte hinausgeht.
Kooperation mit regionalen Partnern
Zur Stärkung der Ortskerne setzt die WKO auf Zusammenarbeit mit bestehenden regionalen Organisationen. Dazu zählen die LEADER-Regionen „Nationalpark OÖ Kalkalpen“ und „Traunviertler Alpenvorland“ sowie das Regionalmanagement Kirchdorf-Steyr.
Diese Institutionen haben das Thema bereits in ihren Strategien verankert. Im Bezirksstellenausschuss lieferten die Leadermanager Felix Fössleitner und Josef Wolfthaler Impulse für mögliche Weiterentwicklungen.
Herausforderungen durch Strukturwandel
Gleichzeitig stehen die Ortszentren vor strukturellen Veränderungen. Die Zahl an Geschäftsgründungen und Betriebsübernahmen ist rückläufig. Auch die Gastronomie sieht sich mit veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert. Gründe dafür liegen unter anderem in der zunehmenden Digitalisierung und geänderten Konsumgewohnheiten.
Vor diesem Hintergrund wird innerhalb der WKO diskutiert, bestehende Initiativen stärker zu bündeln und neue Ansätze zu entwickeln. Auch die Ortsmarketing- und Wirtschaftsvereineplattform könnte künftig eine intensivere Rolle spielen.
Ortskerne als Standortfaktor
Im Wettbewerb der Regionen wird die Qualität von Ortszentren als entscheidender Faktor gesehen. Sie tragen dazu bei, Kaufkraft in der Region zu halten und beeinflussen die Ansiedlung von Betrieben. Zudem gewinnen Faktoren wie Nahversorgung, Gastronomie und Aufenthaltsqualität für Arbeitnehmer an Bedeutung.
Ausblick bis 2030
Für die kommenden Jahre wird verstärkt auf neue Nutzungskonzepte gesetzt. Dazu zählt etwa die kreative Verwendung von Leerständen sowie die Schaffung von Begegnungsräumen.
Der Bezirksstellenausschuss will entsprechende Initiativen begleiten und Impulse setzen. Ziel ist es, die Ortszentren im Bezirk Kirchdorf an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen und ihre Funktion als zentrale Treffpunkte langfristig zu erhalten.


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