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Stadt, Vereine und unzählige Kreative bieten heuer ein geballtes Kulturprogramm

Claudia Brandt, 11.02.2020 18:23

KREMS. Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven zieht sich mit einem eigenen Festival und vielen anderen Programmpunkten durch das Kremser Kulturjahr. Das museumkrems widmet seine Hauptausstellung den „Vergessenen Frauen“. Insgesamt hat kremskultur für heuer 50 Veranstaltungen in zahlreichen Kooperationen auf den Weg gebracht.

Vertreter von Stadt und Kulturamt sowie die Kulturschaffenden präsentierten gemeinsam ihre Aktivitäten im Jahr 2020. Sämtliche Veranstaltungen sind auch im neuen Kulturfolder der Stadt aufgelistet. Foto: Brandt

Die Stadt Krems stellt im Jahr 2020 einmal mehr unter Beweis, dass sie die zentrale Kulturstadt in Niederösterreich ist: 50 Veranstaltungen in allen Genres sorgen für ein dichtes städtisches Kulturprogramm. Bürgermeister Reinhard Resch: „Ein Blick auf das Jahresprogramm macht deutlich, wie vielseitig und bunt die Szene in unserer Stadt ist. Unter der Marke kremskultur ist es wieder gelungen, die Aktivitäten sämtlicher kunst- und kulturschaffender Einrichtungen zu bündeln und zu präsentieren.“

Große Vielfalt

Für Kultur-Bereichsleiterin Doris Denk ist es erklärtes Ziel, die Neugier beim Publikum zu wecken: „Im Kulturjahr 2020 haben wir es geschafft, gemeinsam mit zahlreichen Partnern über das ganze Jahr eine große Vielfalt an Kunst und Kultur zu präsentieren. Die Kremserinnen und Kremser und alle kulturinteressierten Menschen sind eingeladen, Neues zu entdecken, mitzumachen, dabeizusein und das eine oder andere einfach auszuprobieren.“

Raum für kreative Kräfte

Kulturamtsleiter Gregor Kremser sieht die Rolle von kremskultur als „Drehscheibe des kulturellen Geschehens in der Stadt. Unser Anliegen ist es, mit dem Jahresprogramm einerseits Bezug auf das aktuelle Beethovenjahr zu nehmen, und andererseits den künstlerisch-kreativen Kräften eine Bühne zu bieten.“

Beethoven im Fokus

Gneixendorf war die vorletzte Lebensstation Beethovens. Er kam 1826 hierher zu seinem Bruder, dem Besitzer von Schloss Wasserhof, und bezog Quartier in der Schlossstraße 19. Hier blieb er zwei Monate, überarbeitete seine Neunte Symphonie, ehe er nach Wien abreiste, wo er im März 1827 starb. Aus Anlass des Beethoven-Jubiläums widmet die Stadt Krems dem Musik­genie in Zusammenarbeit mit der Köchelgesellschaft und vielen Kooperationspartnern ihr Musikprogramm 2020.

Musikprogramm 2020

Den Beginn macht ein Festkonzert am 15. Februar. Es folgen weitere Konzerte, Vorträge mit Musikbeispielen, Faktisches (und Fakes), ein Festgottesdienst und vieles mehr, all das in Kooperation mit Kremser Vereinen, Kulturinitiativen und der Donau-Universität. Als Höhepunkt wird im Herbst das dreitägige Beethoven-Festival auf Schloss Wasserhof über die Bühne gehen.

Musikfrachter in Stein

Mit einem speziellen Programm für Kinder und Jugendliche legt der Musikfrachter BTHVN 2020 von 14. bis 16. April in Stein an. Das Schiff macht auf seiner Reise von Beethovens Geburtsort Bonn nach Wien Halt in Stein und wird zum Begegnungsraum für Beethoven-Fans jeden Alters. Von Klassik bis Jazz, von Familienworkshops, Schulprojekten bis zu interaktivem Familienkonzert und sogar Yoga ist alles dabei.

Bedeutende Kremser Frauen

In der großen Sonderausstellung des museumkrems werden ab 10. Mai Kremser Frauenpersönlichkeiten porträtiert. Die Frage „Wo sind sie geblieben?“, die die Schau betitelt, ist berechtigt, blieben die Frauen in der Geschichte im öffentlichen Raum meist unterrepräsentiert, wurden als widerspenstig und unangepasst kritisiert. Dem historischen Blick stehen in der Schau zeitgenössische Positionen der Künstlerin Iris Andraschek gegenüber. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfassendes Vermittlungsprogramm sowie Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Eine weitere Ausstellung im museumkrems (Dominikanerkirche) mit dem Titel „Helix Simulator“ des Bildhauers Roman Pfeffer wird am 16. Mai eröffnet.

Neue Ausstellungen

In der galeriekrems gleich neben der Stadtbücherei & Mediathek haben auch 2020 Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentierten. Den Beginn macht der Kremser Künstler und Grafiker Oliver Nutz mit „Ja (und nein)“, zu sehen bis 27. März.

Von Lese- und Schreiblust

Mit einem bunten Veranstaltungsangebot meldet sich die Stadtbücherei zu Wort. Die Reihe „Verborgenes & Erlesenes“, in deren Rahmen europäische Autoren an interessanten Orten in Krems lesen, wird mit drei Veranstaltungen fortgesetzt. Den Beginn macht Milena Michiko Flašar am 12. März im Mazzetti-Haus in Stein. „Lies mal wieder!“ – diese Aufforderung steht über einer neuen Veranstaltungsreihe der Bücherei. An vier Abenden werden die Werke von Ingeborg Bachmann, Virginia Wolf, Agatha Christie und Cornelia Funke vorgestellt. Neu sind ein Kinderbuch-Workshop und der Buch-Ideen-Laden, die jungen Lesern und deren Eltern den Spaß am Lesen vermitteln wollen. Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres folgt heuer eine Neuauflage des Schreibwettbewerbs.


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