Dominikanerkirche: Generalsanierung geht in Endphase
KREMS. Der vorletzte Abschnitt der Sanierung der Dominikanerkirche ist in kürze abgeschlossen. Zuletzt brachten Restauratoren die 700 Jahre alten Wandmalereien im Chorgewölbe zum Leuchten.

Seit Dezember 2019 war der Chorbereich der Dominikanerkirche eingerüstet, nun ist die vorletzte Phase der langjährigen Generalsanierung bald abgeschlossen. In wenigen Tagen wird das elf Meter hohe Gerüst abgebaut und das konservatorische Werk der Restauratoren ist jetzt in seiner Farbenpracht sichtbar. Es handelt sich dabei um kostbare Wandmalereien aus der Zeit um 1320 mit hohem künstlerischem Wert.
Wertvoller Kulturschatz
Restauratorin Claudia Riff bezeichnet die Fresken als „einzigartig“. Sie seien frei, also ohne Schablonen, sowie extrem bunt und abwechslungsreich gezeichnet. „Diese Qualität in diesem Umfang gibt es sonst nirgends“, so die Restauratorin.
„Kulturhistorisches Baujuwel“
„Es ist uns immer schon bewusst gewesen, dass die Stadt mit der Dominikanerkirche ein einzigartiges kulturhistorisches Baujuwel besitzt. Die herausragenden Fresken sind ein weiteres Beispiel für die Bedeutung“, sagt Bürgermeister Reinhard Resch. „Es liegt in unserer Verantwortung, diese historischen Bausubstanz zu erhalten“, verweist er auf das seit mittlerweile neun Jahren laufende Sanierungsprojekt im Dominikanerkomplex.
Zehn-Jahres-Projekt
Der Startschuss für die Generalsanierung fiel 2011 mit der Neugestaltung des Eingangsbereichs und der Adaptierung des Kirchenschiffs als Ausstellungsraum für die Kunsthalle Krems. Danach folgte die Restaurierung des Innenhofs. Die Gesamtkosten der Restaurierung betragen voraussichtlich 3,6 Millionen Euro. Stadt und Land tragen die Kosten zu jeweils 50 Prozent, finanzielle Unterstützung gibt es auch vom Bund. Die Sanierung des Innenraums soll im März 2021 endgültig abgeschlossen sein.


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