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„Ein besonderes Highlight waren die Spiele in der Europa-League-Quali“

Leserartikel Michael Chudik, 08.02.2018 12:20

Krems. Der Wintertransfer von Lukas Thürauer vom SKN St. Pölten zum SC Steinertor Krems sorgte in Niederösterreich für Aufsehen. Tips unterhielt sich mit dem Ex-Bundesligaprofi über seine Karriere, seine neue berufliche Zukunft und seine Ziele mit dem KSC in der 1. Landesliga.

Lukas Thürauer (r.) beendete seine Profi-Karriere beim SKN St. Pölten und wechselt zum SC Steinertor Krems. Foto: Gerhard Herzyk

Tips:Was waren Ihre größten Erfolge und Highlights in Ihrer bisherigen Karriere?

Lukas Thürauer: Das waren ganz klar die beiden Meistertitel mit dem SKN St. Pölten. Erst in der Regionalliga Ost im Jahr 2008 und dann in der Ersten Liga im Jahr 2016. Aber natürlich auch die Einsätze in der Europa-League-Qualifikation mit Admira Wacker Mödling. Vor allem die Auswärtsspiele gegen den FK Zalgiris Vilnius und den AC Sparta Prag hatten für mich ein ganz besonderes Flair.

Tips:Ihr Vertrag beim SKN wäre noch bis Sommer gelaufen. Wie kam es zu Ihrem Engagement in Krems?

Thürauer: Ich habe dem SKN und meinem Trainer Oliver Lederer bereits im Oktober mitgeteilt, dass ich meine Karriere im Sommer 2018 beenden werde. Dann ist der Verein auf mich zugekommen, mit der Frage, ob es aufgrund des großen Kaders für mich möglich wäre, meine Karriere bereits im Winter zu beenden. Es folgten einige Gespräche mit dem Ziel einer Einigung, die wir letztlich gefunden haben. Krems ist dann auf mich aufmerksam geworden und es gab ein Gespräch mit den Verantwortlichen, das sehr positiv verlief. Damit stand einer Einigung nichts mehr im Wege.

Tips:Wie sieht Ihre neue berufliche Zukunft aus? Wie schwer ist es, nach einer Profi-Karriere wieder beruflich Fuß zu fassen?

Thürauer: Es ist so, dass ich mit Beginn des Monats wieder bei der Landesregierung arbeite. Dort habe ich früher bereits gearbeitet, als ich mit St. Pölten in der Ersten Liga gespielt habe. Damals jedoch nicht auf Vollzeitbasis. Generell ist der Sprung vom Profi-Fußball ins Berufsleben natürlich nicht einfach. In meinem Fall hatte ich auch Glück, dass alles so schnell funktioniert hat.

Tips:Welche Ziele haben Sie mit dem Kremser SC in der nahen Zukunft?

Thürauer: Ich möchte mich so schnell wie möglich akklimatisieren und mich in der Mannschaft einleben, um auch meine Leistung abrufen zu können. Mit dem KSC möchte ich eine starke Rückrunde spielen, um so auf Fehler von Leobendorf und Stripfing reagieren zu können. Das große Ziel vom Verein und auch von mir ist der Aufstieg zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im nächsten Jahr in die Regionalliga Ost.

Tips:Wann sind Sie ins Training eingestiegen? Wie sind Ihre ersten Eindrücke der Mannschaft? Haben Sie die Mannschaft in der Hinrunde beobachtet?

Thürauer: Da mein Vertrag in St. Pölten bis zum 31. Jänner lief, bin ich mit 1. Februar ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ich kannte etwa 80 Prozent der Spieler von früheren Stationen oder Aufeinandertreffen. Die ersten Eindrücke sind sehr positiv. Ich habe im Herbst zwei oder drei Partien angesehen. Meine Eindrücke von damals haben sich in den ersten Einheiten bestätigt. Die Mannschaft verfügt über eine hohe Qualität.

Tips:Sie haben im Mittelfeld schon einige Positionen bekleidet. Wo fühlen Sie sich am wohlsten? Wo werden Sie im Frühjahr zum Einsatz kommen?

Thürauer: Einige Male habe ich im äußeren Mittelfeld gespielt, hauptsächlich jedoch im zentralen Mittelfeld und auch als hängende Spitze, wo ich mich auch am wohlsten fühle. Wo ich letztendlich zum Einsatz komme, hängt natürlich vom System ab. Dennoch gehe ich davon aus, dass ich vorwiegend im offensiven Mittelfeld oder als hängende Spitze spielen werde. Denn wir haben im defensiven Mittelfeld einige starke Spieler.

Tips:Wie sehen Sie die 1. Landesliga aktuell? Wie schätzen Sie das Titelrennen und die Kremser Chancen ein?

Thürauer: Die Liga kann ich nur schwer einschätzen. Ich habe nur die Topspiele gesehen, wo man allerdings schon die Qualität erkennen konnte. Die Favoriten sind Leobendorf und Stripfing, nicht nur aufgrund der starken Hinrunde, sondern auch wegen der Transfers. Dennoch glaube ich, dass wir, wenn wir nahe an unsere Leistungsgrenze kommen, eine Rolle ganz oben spielen können. Sollte es eine Relegation geben, geht es auch um Rang zwei. Doch hier können viele Faktoren wie zum Beispiel Verletzungen eine Rolle spielen.


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