"Wir wollen hier nichts zerstören"
KREMS. Die Eröffnung des Brauhof-Biergartens muss vom 30. April auf den 20. Mai verschoben werden. Der Grund: Für die unter Naturschutz stehenden Kastanien auf dem geplanten Biergarten-Areal mussten zuerst noch Gutachten eingeholt werden.

Die Bauarbeiten für den neuen Brauhof-Biergarten verzögern sich. Ein umgeschnittener Baum hatte vorübergehend für einen Baustopp gesorgt. Laut Planer Wilhelm Seidl hatte man nicht registriert, dass der bereits sehr marode wirkende Stamm unter Naturschutz steht. In weiterer Folge musste das Areal nun erst durch Baumexperten von Bezirkshauptmannschaft, Umweltanwaltschaft begutachtet werden.
„Biergarten lebt vom Flair“
„Es ist ein Fehler passiert. Wir haben den Baum ohne Genehmigung der Behörde umgeschnitten“, räumt Bauherr Othmar Seidl ein. Nun sei man bemüht, alles richtig zu machen und sämtliche Vorschriften einzuhalten. Seidl wehrt sich gegen Vorwürfe, sämtliche Bäume entfernen lassen zu wollen. „Wir wollen hier nichts zerstören. Der zukünftige Biergarten lebt vom Flair und das sind eben die Bäume“.
Nach Aussage der Experten wird noch ein zweiter kleinerer Baum umgeschnitten. Eine weitere Kastanie müsse gesichert werden. Laut Seidl soll es für alle entfernten Bäume Nachpflanzungen geben. Die Vertreter von Bezirksverwaltung, Magistrat und Umweltanschaft kündigten an, dass sie einen positiven Bescheid ausstellen werden.
Großer Umbau ab Herbst
Am 20. Mai will Othmar Seidl nun seinen Biergarten samt Gerstensaft vom Münchner Hofbräuhaus eröffnen. Eine Übergangslösung, denn im Herbst soll dann der eigentliche Umbau des Brauhofs beginnen. Was Seidl mit dem Objekt genau vorhat, will er erst nach der Bauverhandlung am 18. April verraten.<


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