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KREMS. Mit einem großen Festakt feiert die Kremser Volkshochschule in wenigen Tagen ihr 60-jähriges Bestehen. Nichtsdestotrotz ist der Fortbestand der Einrichtung weiterhin gefährdet. Vertreter der Volkshochschule appellieren daher an die Stadt Krems, ihre Subvention deutlich aufzustocken. Laut Vizebürgermeister Wolfgang Derler (ÖVP) laufen derzeit entsprechende Beratungen.

Informierten am Dienstag bei einem Pressegespräch über die aktuelle Situation der Kremser Volkshochschule: Kassier Hans Wondraczek, Vorsitzender Oskar Schild und Geschäftsführer Leo Faltus (v. l.). Foto: Brandt

Eine unerwartete Mieterhöhung und steigende Betriebskosten hatten die Kremser Volkshochschule zu Jahresbeginn in eine finanzielle Schieflage gebracht. Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) gelang es schließlich, der Bildungseinrichtung zwei Großsponsoren zu vermitteln, welche der Volkshochschule mit namhaften Beträgen unter die Arme griffen. Die Situation entspannte sich dadurch zwar erst einmal deutlich, was jedoch fehlt ist eine nachhaltige Lösung.

Subvention aufstocken

„Wir brauchen eine verbindliche Zusage, die langfristig unseren Fortbestand sichert“, erklärte Vorsitzender Oskar Schild am Dienstag bei einem Pressegespräch. Konkret appelliert er dabei erneut an die Stadt Krems, ihre jährliche Subvention von 80.000 Euro deutlich aufzustocken. Die Rede ist hier von 30.000 Euro mehr im Jahr.

Entscheidung bis Jahresende

„Wir wollen die Volkshochschule nicht im Regen stehen lassen“, betont Vizebürgermeister Wolfgang Derler (ÖVP) auf Anfrage. Momentan liefen entsprechende Diskussionen, ob eine Aufstockung der Subvention möglich sei. Nichtsdestotrotz müsste auch die Volkshochschule einen strukturellen Beitrag leisten und ihre laufenden Kosten möglichst niedrig halten. Derler rechnet mit einer Entscheidung hinsichtlich der Fördermittel bis Jahresende.

Schließung steht im Raum

Für Oskar Schild drängt die Zeit. Gelinge es nicht, eine langfristige Lösung zu finden, ziehe man auch eine Schließung der Einrichtung nach dem kommenden Sommersemester in Betracht. In diesem Fall müsste der Mietvertrag für den Fellnerhof bereits bis kurz vor Jahresende gekündigt werden.

Fellnerhof nicht barrierefrei

Der Fellnerhof ist es auch, der Vizebürgermeister Derler Sorgen bereitet, denn das Gebäude ist nicht barrierefrei. Hier könnten also noch weitere Investitionen anstehen. Derler zufolge muss für die Räumlichkeiten eine langfristige Strategie überlegt werden.

Festakt zum Jubiläum

Ungeachtet der finanziellen Probleme feiert die Volkshochschule ihr 60-jähriges Bestehen. Zum großen Festakt am 18. Oktober um 18.30 Uhr im Ferdinand-Dinstl-Saal der Kremser Bank wird unter anderem Alt-Bundespräsident Heinz Fischer erwartet. Interessierte sind zu dieser Veranstaltung eingeladen, um Anmeldung per E-Mail an info@vhs-krems.at wird gebeten.


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