BEZIRK KREMS. Ein Weihnachtsgeschenk hat der Gemeindeverband (GV) Krems für die Bürger im Bezirk parat: Auch im kommenden Jahr werden die Müllgebühren nicht erhöht und der Biomüll wird sogar noch häufiger abgeholt. Und dies alles, obwohl die Altstoffpreise im Keller sind.

Die Altstoffpreise stürzen ab. Nach Angaben des Gemeindeverbands Krems erreicht Alteisen einen neuen Tiefststand wie im Jahr 2009. Beim Altholz sei die Situation noch dramatischer. Importe aus dem Ausland sorgen hier für einen totalen Zusammenbruch des Marktes. Erlöse sind keine mehr zu erzielen, die Entsorgung von Altholz wird daher für den GV wieder zur Budgetbelastung. Auch die Sammlung von Batterien werde auf Grund höherer Sicherheitsmaßnahmen mehr Geld kosten. Trotz dieser Mehrausgaben wird der GV 2017 nicht an der Gebührenschraube drehen. Wesentlich dafür verantwortlich dafür sind Mehreinnahmen aus der Abgeltungsverordnung. Diese Zahlungen erhält jede Kommune als Abgeltung für Verpackungsabfälle im Restmüll.
Biotonnen werden häufiger geleert
Gleichzeitig erhöht der GV Krems die Anzahl der Biotonnenentleerungen. Wurden im Jahr 2016 noch 37 Entleerungen durchgeführt, werden es im kommenden Jahr 41 sein – und die Gebühr bleibt unverändert. Auf Wunsch der Bevölkerung soll die Gras- und Laubzeit künftig mehr berücksichtigt werden. Ziel dabei ist es, den Anteil an biogenen Abfällen im Restmüll zu reduzieren, um Kosten bei der Restmüllentsorgung zu sparen.
Gebühren seit 2013 stabil
„Seit dem dritten Quartal 2016 sind die Zahlungen aus der Abgeltungsverordnung angelaufen. Wir nehmen diese Einnahmen, ergänzen sie mit unserer Ausgabendisziplin und bekommen als Ergebnis stabile Gebühren“, erklärt GV-Obmann und VP-Bürgermeister Walter Harauer aus Straß. „Seit 2013 keine Gebührenerhöhungen oder -anpassungen. Das gibt“s nicht überall!“, freut sich Harauer.


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