Bei der Kaufmannschaft geht eine Ära zu Ende
KREMS. Große personelle Veränderungen bei der Kremser Kaufmannschaft: Die langjährige Obfrau Erni Breith übergibt den Vorsitz an Apotheker Ulf Elser. Bei der Generalversammlung informierte der neue Chef über seine Ziele und Breith zog eine Bilanz der Arbeit in den vergangenen Jahren.

Die Spatzen pfiffen es bereits länger von den Dächern, nun ist es offiziell: Erni Breith zieht sich aus dem Vorstand der Kaufmannschaft zurück. Bei der Generalversammlung in der Kremser Bank übergab sie das Amt an ihren Nachfolger Ulf Elser. Der 60-jährige Apotheker wurde von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Sein Ziel ist es, durch Geschlossenheit der Kaufmannschaft mehr Gehör zu verleihen.
Appell zum Zusammenhalt
„Die Kaufmannschaft hat in der Öffentlichkeit nicht den Status und das Image, den sie verdient hätte“, meint Elser. Sie sei nicht für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Mitglieder verantwortlich, sondern ihre Aufgabe sei es vielmehr, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Ein wichtiger Schritt sei es daher Partner zu finden, um die Stadt gemeinsam weiterzuentwickeln. „Krems hat großes Potenzial. Wenn wir zusammenhalten, können wir etwas bewegen“, so Elser.
Events für die Innenstadt
„Wir haben die Innenstadt mit Events belebt“, resümmierte Erni Breith in ihrem letzten Rechenschaftsbericht. Möglich gewesen sei dies nicht nur durch das Engagement der Mitglieder, sondern auch durch den Einsatz vieler freiwilliger Helfer. Neben zahlreichen Veranstaltungen habe man 2016 den „historischen Stadtplan“ neu aufgelegt. Dieser erfreue sich vor allem bei Touristen großer Beliebtheit. Breith appellierte daher an die Unternehmer, den Plan in ihren Geschäften aufzulegen.
Stiefkind Untere Landstraße
Breith zog außerdem eine Bilanz der Arbeit in den vergangenen Jahren. Ein Hauptaugenmerk habe immer der Belebung der Unteren Landstraße gegolten. „Dies ist ein langer Prozess, aber er greift“, meint die scheidende Obfrau und nennt hier als Beispiele die Errichtung des Niederösterreich Hauses, die Sanierung des Sternhofs oder die geplante Schaffung eines Fußgängerdurchgangs vom Parkdeck Ringstraße in die Altstadt.
Simandlbrunnenfest bleibt
Ein großes Anliegen der Händler in der Unteren Landstraße ist der Erhalt des Simandlbrunnenfests. Bei der Generalversammlung einigte man sich schließlich darauf, dieses auch heuer zu veranstalten. Als Termin wurde der 20. Mai fixiert. Der neue Obmann Ulf Elser setzte sich dabei mit seinem Vorschlag durch, dass Budget dafür auf maximal 3000 Euro zu beschränken.
Weitere Wechsel im Vorstand
Mit Adolf Krumbholz und Maria Kwasnitzka scheiden außerdem zwei weitere erfahrene Vorstandsmitglieder aus. Für sie rücken Kassier Christoph Huber, Schriftführer Christoph Göttlicher und dessen Stellvertreter Michael Simon nach. Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Thomas Hagmann sowie Vizebürgermeister Wolfgang Derler (ÖVP) sicherten dem neuen Vorstand ihre Unterstützung zu.


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