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BEZIRK KREMS. Gravierende Veränderungen gibt es seit 1. Juli beim Roten Kreuz Krems. Nach 43 Jahren wird der Notarztwagen durch ein neues System abgelöst. Seit wenigen Tagen kommt der Notarzt nun mit einem eigenen Fahrzeug zum Einsatzort. Durch das neue System soll der Mediziner schneller und flexibler eingesetzt werden können.

Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Johann Paul Brunner, Notfallsanitäter Thomas Weingartner und Bezirksstellenleiter-Stellvertreter Markus Pöschl (v. l.) mit dem neuen Notarzteinsatzfahrzeug. Foto: OeRK/Manfred Türk

Aufgrund einer Vorgabe des Landes Niederösterreich hat das Rote Kreuz auf ein neues Notarztsystem umgestellt. Seit 1. Juli kommt der Notarzt nicht mehr mit dem Notarztwagen, sondern mit einem eigenen Fahrzeug zum Einsatzort. Beim neuen Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) handelt es sich um einen PKW, der mit einem Notarzt und einem Notfallsanitäter (der auch der Fahrer ist) besetzt ist. Das Fahrzeug ist also der Zubringer des Notarztes. Parallel dazu wird von der Leitstelle immer ein Rettungstransportwagen alarmiert.

So funktioniert das neue System

Das NEF-Team übernimmt jeweils die Erstversorgung des Patienten. Dann entscheidet der Notarzt, ob er den Transport des Patienten begleitet oder nicht. Wenn ja, steigt er in den Rettungswagen um und versorgt den Patienten weiterhin, während der Notfallsanitäter mit dem NEF dem Rettungswagen ins Krankenhaus folgt. „Ist eine Begleitung des Patienten aber nicht notwendig, ist der Notarzt sofort wieder einsatzbereit“, erklärt Rotz-Kreuz-Bezirksstellenleiter Johann Paul Brunner den größten Vorteil des neuen Systems.

Rotes Kreuz: Keine Änderung für Patienten

Für die Patienten soll der Umstieg keine spürbaren Änderungen mit sich bringen. „Es wird nachwievor das schnellsteintreffende Rettungsmittel und der schnellsteintreffende Notarzt alarmiert. Nur der Transport wird künftig nicht mehr mit einem Notarztwagen, sondern mit einem Rettungswagen durchgeführt“, teilt das Rote Kreuz mit. Je nach Bedarf können die medizinischen Geräte des Notarztes in diesem Rettungswagen mitgeführt werden, das Fahrzeug verfüge hier über entsprechende Halterungen.

Intensive Vorbereitung

Die Planungsphase für die Umstellung dauerte etwa eineinhalb Jahre. In einer intensiven Schulungswelle wurden nach Angaben des Roten Kreuzes alle Rettungs- und Notfallsanitäter auf das neue System vorbereitet, darunter auch die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter.

International bewährt

Die Umstellung wurde vom Land Niederösterreich vorgegeben, welches für den Notarztdienst verantwortlich ist. Bis Ende 2017 muss der Umstieg flächendeckend vollzogen sein. Das neue System hat sich laut Rotem Kreuz international als auch in Österreich bereits bestens bewährt.


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