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KREMS. Leidenschaftliche Diskussionen führten zahlreiche Bewohner des Kremser Ortsteils Am Steindl kürzlich mit führenden Vertretern des Rathauses. Beim Stadtspaziergang nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit, vor Ort auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.

Bürgerinitiativen-Obfrau Mathilde Prantz (Mitte) und viele weitere Steindl-Bewohner nutzten die Gelegenheit, Stadtchef Reinhard Resch (vorne l.) und führende Magistratsmitarbeiter auf ihre Sorgen und Nöte hinzuweisen. Foto: Brandt

Seit zehn Jahren bereits kämpft eine Bürgerinitiative rund um Obfrau Mathilde Prantz um den Erhalt der Lebensqualität in ihrem Grätzel. Sorgen bereitet den Vereinsmitgliedern in erster Linie der forcierte Zuzug zahlreicher neuer Bürger durch eine geplante Nachverdichtung des Siedlungsgebiets und die damit einhergehende steigende Verkehrsbelastung. Konkret wehrt sich die Bürgerinitiative gegen zwei größere Bauprojekte, in denen insgesamt 67 neue Wohnungen entstehen sollen. Hier fordere man zwei Stellplätze pro Wohneinheit (und nicht wie geplant nur einen), um ein Parkchaos zu verhindern.

Ruf nach Bebauungsplan

Weiters wünscht sich die Bürgerinitiative eine Bausperre, bis ein Bebauungsplan für das Gebiet erarbeitet ist. Laut Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) wird es einen solchen Plan geben, er bat die Bewohner jedoch noch um etwas Geduld. Die Stadt müsse hier Schritt für Schritt vorgehen, denn „wir haben noch nie zuvor so viele Bebauungspläne in Arbeit gehabt wie jetzt“. Weiters kündigte der Stadtchef ein Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet an, in dem auch der Steindl berücksichtigt werde.


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