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„Krems 2030“: Zwischen SPÖ und ÖVP entbrennt ein Streit um die Stadtentwicklung

Leserartikel Martin Grob, 06.08.2018 11:56

KREMS. Eine Aussendung der Kremser Volkspartei zur Wiener Straße erhitzte kürzlich die Gemüter. Darin forderte Vizebürgermeister Erwin Krammer „ein Ende des baulichen Wildwuchses“. Für Stadtchef Reinhard Resch (SPÖ) ist der Inhalt der Aussendung „völlig unverständlich“. Er ermahnt die ÖVP in seiner Stellungnahme zu mehr Weitblick: „Es ist eine Frage des Horizonts“.

  1 / 3   Geht es nach den Stadtentwicklungsplänen der SPÖ, soll die Wiener Straße in Zukunft so aussehen. Die ÖVP fordert jedoch „ein Ende des baulichen Wildwuchses“.

Eine mögliche Aufwertung der Wiener Straße zur Flaniermeile wurde der Bevölkerung im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Krems 2030“ jüngst vorgestellt (Tips berichtete in der Kalenderwoche 26). Vor wenigen Wochen klang alles noch sehr friedvoll. SP-Bürgermeister Reinhard Resch sah in dem Projekt „eine Möglichkeit, dass sich die Einkaufszentren und die Innenstadt näherkommen können“. VP-Vizebürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer hatte damals ebenfalls noch lobende Worte für das neue Leitbild. Er erwartete sich eine „qualitätsvolle Verdichtung“ und mehr Grünflächen.

ÖVP: „Eine Flaniermeile zieht weitere Frequenz ab“

Mittlerweile scheint diese Anfangsbegeisterung allerdings verflogen zu sein. Denn in einer Aussendung der ÖVP in Richtung des Bürgermeisters heißt es nun: „Eine Flaniermeile, die Frequenz aus der Innenstadt zieht, darf nicht das Ziel der Stadt Krems sein. Vielmehr muss dem Bau großer Einkaufszentren und Supermärkte Einhalt geboten werden und der Fokus auf die Anbindung Steins an die Innenstadt gelegt werden“.

Resch: „Die Stadt Krems ist mehr als die Innenstadt“

Mit Unverständnis reagiert Bürgermeister Reinhard Resch auf die Aussendung von Krammer und der ÖVP: „Die zukünftige Stadtentwicklung betrifft die ganze Stadt Krems und Krems ist mehr als die Innenstadt“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Positionierung der Stadt: Eine Frage der Sichtweise

Resch geht es bei der Debatte nicht um ein Duell „Innenstadt gegen Einkaufszentren, sondern um die Frage der Positionierung der Stadt Krems gegenüber anderen Städten wie Tulln, Horn oder Sankt Pölten“. Resch: „Es geht um das Gemeinsame, und das ist auch eine Frage der Sichtweise. Es ist eine Frage des Horizonts“, spart der Stadtchef nicht mit Kritik an der ÖVP. Krammer macht sich indes Sorgen um einen möglichen „Kaufkraftabfluss aus der Innenstadt“ und fordert schnellstmögliche Beschlüsse im Gemeinderat. Der Bürgermeister kann diesen Bedenken nichts abgewinnen. Er sieht keine Gefahr von „großen Supermärkten und Einkaufszentren“: „Die ÖVP hat dem Teilbebauungsplan zugestimmt“. 


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Gastuser
Gastuser
11.08.2018 15:25

Geht gar nicht!

So, wie die Piazza di Südtirol keine Piazza für Bürgerbedürfnisse wird ( 150.000 Euro vom besten Baustadtrat aller Zeiten ganz einfach zum Fenster hinausgeschmissen ), wird die Wienerstraße nie eine Flaniermeile welche die Altstadt rettet! Zur Horizontfrage möchte ich meinen wollen, da diskutiert der Blinde mit dem Derischen! In der Bauwirtschaft wird mit angeblich 20 % bis 30 % Schmiergeld geschmiert! Vielleicht gibt das eine Antwort auf diesen Zwist! Sonst waren sie sich doch die letzten 6 Jahre immer Handelseins! Diese beiden sogenannten Politiker möchten sich doch eventuell von Wissenden und den Bedürfnissen der Kremser Bürger in ihrer Meinungsbildung leiten lassen!

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Gastuser
Gastuser
11.08.2018 06:14

Stadtentwicklung/Verkehrsplanung

Gerne würde ich helfen das Vakuum in der Kremser Stadtentwicklung und vor allem in der miserablen Verkehrsplanung zu beseitigen ! Prof. Mag. Hannes Klein


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