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KREMS. Die Weinbauschule lud kürzlich zu einem „Tag der offenen Tür“ und präsentierte Vertretern der Weinbranche ihre neuesten Produkte und Ausbildungsangebote. Mit diesen will man verstärkt auch Quereinsteiger ansprechen.

  1 / 2   V.l.: Schülerin Clara Bauer, Direktor Dieter Faltl, Weinkomitee-Obmann Leopold Müller und NÖ Obstbauverbandsobmann Martin Sedelmaier vor dem neuen Traubenvollernter, deren Fahrer die Weinbauschule Krems künftig ausbildet. Foto: Brandt

In der Weinbranche werden laufend qualifizierte Fachkräfte mit zunehmend hoher Spezialisierung gesucht. Aktuell stehen jedoch zu wenig Fachkräfte zur Verfügung. Zu diesem Ergebnis kamen Branchenvertreter beim „Tag der offenen Tür“ in der Weinbauschule Krems. Mit ihrer Facharbeiter- oder Meisterqualifizierung für Weinbau und Önologie will die Schule nun auch Jugendliche ansprechen, deren Familie keinen Weinbaubetrieb führt. Denn aktuell kehren rund 80 Prozent der Absolventen nach ihrer Ausbildung in den elterlichen Betrieb zurück.

Mehrere Investitionen

Die Weinbauschule hat daher eine Reihe von Investitionen und Innovationen geplant, um ihre Ausbildung noch attraktiver zu gestalten. Ab Februar werden laut Schuldirektor Dieter Faltl Fahrer für den Traubenvollernter ausgebildet. Im Frühjahr sei zudem Baubeginn für die neuen Lehrwerkstätten. Den Schülern sollen dort künftig zeitgemäße Werkstätten für Holz-, Metall- und Schweißarbeiten sowie moderne Weingartengeräte zur Verfügung stehen.

Praxisorientierte Ausbildung

Direktor Dieter Faltl beschrieb bei einer Podiumsdiskussion, wie die Schüler für praktische und anspruchsvolle Aufgaben vorbereitet werden: „Täglich arbeiten zwei Schüler den ganzen Tag im Betrieb mit, und das neben dem normalen praktischen Unterricht. Im Lehrkeller produzieren sie ihre eigenen Weine. Traktorführerschein, Sommelierprüfung und Staplerschein gehören bei uns zum Unterricht.“

Neue Produktkreationen

Auch mit eigenen Produkten will die Schule auf sich aufmerksam machen. Neuestes Erzeugnis ist „Amour Rouge“, ein Apfel-Soda-Getränk aus der Sorte Weirouge. Mit diesem Getränk will man vor allem die Jugend ansprechen. Weiters läuft laut Faltl der Versuch, aus Kiwis ein Produkt zu erschaffen. Hier wurde eine Juniorfirma gegründet.


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