Entscheidung offiziell gefallen: Stadt Krems baut neues Hallenbad
KREMS. Die Stadt Krems wagt sich an ein Megaprojekt: den Neubau der Badearena. Insgesamt 24 Millionen Euro sind für das Projekt reserviert. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fällte der Gemeinderat mit Stimmenmehrheit in seiner jüngsten Sitzung. Schon jetzt ist klar, dass bis zur Eröffnung noch einige Jahre vergehen werden.

Nun ist es amtlich: Krems bekommt ein neues Hallenbad. Lange war nicht klar, wie es mit der Freizeiteinrichtung weitergeht, stand doch zunächst auch eine umfangreiche Sanierung im Raum. Ein Strategiekonzept aus dem Jahr 2013 kam zu dem Ergebnis, dass ein Neubau die wirtschaftlichste Lösung sei. Seitdem ruhte das Projekt. Laut Sportstadtrat Albert Kisling (SPÖ) standen in der vergangenen Regierungsperiode die Budgetsanierung und der Schuldenabbau im Vordergrund.
Formeller Startschuss
Doch jetzt will die Stadt das Megaprojekt angehen. Insgesamt 24 Millionen Euro sind Kisling zufolge in der mittelfristigen Finanzplanung für das Projekt vorgesehen. Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats soll den formellen Start des Projekts markieren, so Kisling. Schon jetzt sei klar, dass der Neubau in seiner Dimension und Komplexität über das normale Tagesgeschäft im Magistrat bei weitem hinausgehe. Daher sei auch die Unterstützung von externen Fachleuten erforderlich.
Resch: „Sind auf Schiene“
„Es hat aus verschiedenen Gründen länger gedauert. Doch jetzt sind wir auf Schiene“, meint Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ). „Wir sollten jetzt alle gemeinsam aktiv dran arbeiten“, so der Stadtchef weiter. Er hofft, dass man „in den nächsten zwei, drei Jahren erste Ergebnisse sehen kann“. Von einer Eröffnung will er dabei jedoch noch nicht reden.
Nachbarorte klinken sich aus
Noch nicht geklärt ist, wie viele Fördermittel es seitens des Landes für den Neubau geben wird. Co-Finanzierungsgespräche habe es auch mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden gegeben, berichtete Stadtrat Kisling dem Gemeinderat – jedoch ohne Erfolg. Man habe von allen Ortschefs eine Absage erhalten.
FPÖ für Bürgerbefragung
Finanzielle Argumente waren auch der Grund, warum die FPÖ ihre Zustimmung zum Grundsatzbeschluss verweigerte. „Die 24 Millionen sind wirklich brav erspart. Aber es muss klar sein, dass danach nicht mehr viel geht“, so Stadträtin Susanne Rosenkranz. Es stünden mehrere Großprojekte zur Debatte, darunter die Sanierung der Sporthalle oder der Bau einer Veranstaltungshalle. Rosenkranz regte eine Bürgerbefragung an, um eine dem Wunsch der Bevölkerung entsprechende Reihung der Großprojekte vornehmen zu können.
„Aufgaben nicht delegieren“
Ein Ansinnen, das bei den anderen Fraktionen keinen Gefallen fand. „Dieses Gremium wurde von den Bürgern gewählt und hat Entscheidungen zu treffen“, so Vizebürgermeister Erwin Krammer (ÖVP). Er appellierte an Verwaltung und Politik, sich in Sachen Badearena zu engagieren und die Aufgaben nicht zu delegieren: „Sonst geht“s daneben.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden