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Bürgermeister Resch im Interview: „Stadt bewegt sich vorwärts“

Claudia Brandt, 28.11.2019 16:19

KREMS. Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) steht seit 2012 an der Spitze der Stadt Krems. Tips sprach mit ihm über Großprojekte wie den Neubau der Badearena und die Kanalsanierung in der Ringstraße, aber auch über die aktuelle Situation in der Innenstadt und seine persönliche Bilanz der vergangenen sieben Jahre.

  1 / 2   Die Piaristenkirche (l.) und der „Dom der Wachau“ sind die weithin sichtbaren Wahrzeichen von Krems. Foto: Stadt Krems

Tips:Herr Bürgermeister, wie steht Krems momentan da?

Resch: Wir haben eine unglaublich dynamische Entwicklung, es gibt eine Aufbruchstimmung in allen Bereichen. Wir sind zum zweiten Mal von einem unabhängigen Institut zur zukunftsfähigsten Stadt Österreichs gekürt worden. Das zeigt eindeutig, dass sich Krems vorwärts bewegt.

Tips:Welche großen Projekte stehen in den kommenden Monaten an?

Resch: Es ist für jeden Bereich etwas dabei. Das Hauptprojekt in den nächsten Jahren ist sicher der Neubau der Badearena. Ein mehrjähriges Projekt wird auch die Kanalsanierung in der Ringstraße. Für den Kulturbezirk Stein erarbeiten wir momentan ein Leitbild. Für das neue Feuerwehrhaus in Krems-Süd findet noch vor Weihnachten der Spatenstich statt. Ende 2020 wird auch der Neubau der Rot-Kreuz-Bezirksstelle fertig.

Tips: Der Startschuss für den Neubau der Badearena ist mit einem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefallen. Wie sieht hier nun der Zeitplan aus?

Resch: Anfang 2020 startet der Architekturwettbewerb. Wenn alles gut geht, werden wir noch in dieser Legislaturperiode, also bis 2022, den ersten Spatenstich haben. Es geht ja bei diesem Projekt nicht nur um die Badearena, sondern auch um die Zusammenlegung der Energiezentrale mit der Sporthalle. Somit spielt hier auch die Erweiterung der Sporthalle eine Rolle. Der Außenbereich der Badearena wird ebenfalls neu gestaltet, die Freibadbecken stehen jedoch nicht zur Debatte.

Tips:Nächstes Frühjahr startet die Kanalsanierung in der Ringstraße. Wie soll das Projekt ablaufen und wie lange müssen Autofahrer und Anrainer mit Behinderungen rechnen?

Resch: Wir haben unser bisheriges Konzept nochmals extrem verfeinert. Wir starten nun im Frühjahr 2020 mit dem ersten Abschnitt zwischen Gartenaugasse und Hamerlingstraße. Die Bauarbeiten auf der Ringstraße werden voraussichtlich bis Herbst 2023 dauern. Die Straße wird abschnittsweise gesperrt, ein Fahrstreifen Richtung Westen wird jedoch immer offen bleiben.

Tips:Der Hochwasserschutz entlang der Donau in Stein soll erhöht werden. Wie ist hier der aktuelle Stand?

Resch: Von unserer Seite ist alles beschlossen und wir sind startklar. Der Förderantrag liegt momentan bei Land und Bund und es geht sofort los, wenn wir die Zusage haben. Der Hochwasserschutz wird um 30 bis 80 Zentimeter erhöht.

Tips: Das Streckennetz des Stadtbusses soll ausgebaut werden. Wo soll der Bus ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 noch hinfahren?

Resch: Ganz neu ist Gneixendorf, auch die Betriebe im Gewerbepark werden wieder angefahren. In Rehberg wird es eine Verlängerung bis zum Friedhof geben. Teilweise wird die Routenführung geändert. Der Großteil des Stadtgebiets ist somit künftig mit dem Bus erreichbar. Mit Ausnahme des Gewerbeparks wird es künftig statt des Stundentaktes einen 30-Minuten-Takt geben. Wir haben hier also wirklich eine Verdoppelung des Angebots. In diesem Zusammenhang wollen wir auch das Jahresticket attraktiver machen.

Tips:Vor rund einem halben Jahr wurde ein Stadtmarketing installiert. Wie bewerten Sie die bisherigen Ergebnisse?

Resch: Kurzfristig ist es aus gesundheitlichen Gründen zu einem Wechsel in der Geschäftsführung gekommen. Der Aufbau der gesamten Struktur ist in Arbeit, die Zusammenarbeit mit Donautourismus im Plan. Erste Akzente in der Altstadt wurden gesetzt, aber es ist noch viel zu tun!

Tips:Zahlreichen Bürgern bereiten die vielen Leerstände in der Oberen Landstraße Sorgen. Nach Libro, Steinecker und Bipa ist nun auch Müller abgewandert. Gibt es seitens der Stadt Konzepte, wie man diesem Trend entgegenwirken könnte?

Resch: Die Innenstadt wird oft zur schönsten Einkaufsstraße in NÖ gekürt. Es gibt viele Anfragen zu Immobilien, aber auch viel zu investieren, das schreckt einige Interessenten ab. Ziel sollte es sein, dass unsere Altstadt noch mehr zum „Erlebnisraum“ wird, der zum Verweilen einlädt. Dazu gehört vieles: dass viel geboten wird, bespielte Plätze, Märkte – ein Grünmarktkonzept ist in Arbeit –, kinderfreundliches Umfeld, mehr Grün.

Tips:Sie sind jetzt seit sieben Jahren im Amt. Wie fällt Ihre Bilanz bislang aus?

Resch: Eine neue politische Kultur der Zusammenarbeit trägt meine Handschrift. Wir haben ein gutes Team in Magistrat und Politik; jeder hat großes Interesse an der Entwicklung der Stadt. Wir sind schon sehr weit in Sachen Offenheit und Transparenz. Für alle Bereiche gibt es Strategien, so sind wir zum Beispiel eine der wenigen Städte in Österreich, die eine Bildungsstrategie entwickelt haben. Auch in Sachen Klimaschutz sind wir vorne mit dabei und wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.


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Gustav Strasser
Gustav Strasser
01.12.2019 18:48

Parkgebühren

Wenn die Stadt die depperten Parkgebühren abschaffen oder das leidige System vereinfachen würde, kämen auch wieder mehr Menschen in die Stadt.