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KREMS. Mit einem eindringlichen Appell haben sich 53 Unternehmer aus der Innenstadt an Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) gewandt. Sie fordern vor allem mehr Parkplätze, um ihren Kunden ein bequemes Einkaufen zu ermöglichen.

Die Innenstadt-Unternehmer fürchten, dass der Branchenmix mehr und mehr verloren geht. Foto: Brandt
Die Innenstadt-Unternehmer fürchten, dass der Branchenmix mehr und mehr verloren geht. Foto: Brandt

Anfang Februar fanden sich 53 Unternehmer aus der Altstadt zusammen, um Lösungsvorschläge für die Situation in der Innenstadt zu erarbeiten. Unter der Federführung von Trafikantin Barbara Görg, Gastronom Christian Ilkerl, Textilhausbetreiber Adi Krumbholz und Christoph Hofbauer (Boutique Scala) diskutierten sie die akuelle Lage. Ihre Ergebnisse überreichten sie schließlich einige Tage später in schriftlicher Form Bürgermeister Reinhard Resch im Rathaus.

Ruf nach 300 neuen Parkplätzen

„Es ist mittlerweile nicht mehr nur zwei Minuten vor zwölf, für einige von uns ist die Situation existenzbedrohend“, heißt es in dem Schreiben. Die Unternehmer fordern vor allem eine Chancengleichheit gegenüber den Einkaufscentern in Sachen Erreichbarkeit und Bequemlichkeit – konkret mindestens 300 neue Kundenparkplätze, vor allem im Bereich der Wienerbrücke. Denn die Parksituation in Zentrumsnähe sei entscheidend für die Belebung der Altstadt, sind sich die Unternehmer einig.

Parksystem vereinfachen

Weiters gehört für die Geschäftsleute das Parksystem vereinfacht, in dem die unterschiedlichen Zonen vereinheitlicht werden. Wenn es „kein vernünftiges Konzept“ zur Belebung des Dreifaltigkeitsplatz gibt, solle dieser wieder als Parkplatz genutzt werden können. Außerdem fordern die Unternehmer die Politik auf, die Möglichkeit einer Ost-Einfahrt in die Innenstadt prüfen zu lassen.

Aktiv Firmen anwerben

Sorgen bereiten den Unternehmen die leerstehenden Geschäftsflächen in der Innenstadt. Hier appellieren sie an die Politiker, Kontakt mit den Hauseigentümer aufzunehmen, aber auch aktiv auf die Suche nach fehlenden Schlüsselbetrieben zu gehen. So mangele es aktuell beispielsweise an Geschäften, die Papierwaren, Kinderspielzeug oder Sportartikel anbieten.

Angst vor „Verdürnsteinisierung“

Falls es nicht gelingen sollte, eine Chancengleichheit herzustellen drohe eine „Verdürnsteinisierung“, so die Unternehmer mit Blick auf den Wachauer Touristen-Hotspot Dürnstein. Sprich, die Innenstadt bestehe nur mehr aus Gastronomie und Souveniergeschäften, die im Winter geschlossen haben, erläutert Adi Krumbholz. Der Branchenmix sei dann weg.


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NEIN
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27.02.2020 10:00

Dreifaltigkeitsplatz

Woher glauben diese 53 Unternehmer sich das Recht herausnehmen zu können, sich den Dreifaltigkeitsplatz für ihre Geschäftsinteressen unter den Nagel reißen zu können. Der letzte Platz in Krems, der ohnehin derzeit schon von den Blechkisten unkontrolliert zweckentfremdet wird, ist für die Kremserinnen und Kremser und nicht für die Unternehmer! Dieses Klientel hat verabsäumt sich rechtzeitig in eine gesellschaftspolitisch wichtige Frage einzubringen! Die Kremser Fußgängerzone funktioniert absolut nicht ! Sie gehört als Begegnungszone bis zur Ringstraße erweitert und die Blechkisten gehören an den fußläufigen Rand abgestellt. Da hätte es gerade jetzt eine einmalige Gelegenheit gegeben hunderte Kurzparkzonenparkplätze zu installieren, indem man sich bei der Ringstraßenadaptierung zu einer Einbahnführung entschlossen hätte. Es ist aber noch immer nicht zu spät! Man müsste nur die zielführenden Lösungen in anderen Städten abkupfern. Autos raus und Menschen mit dem Willen Geld auszugeben rein ist die Devise! Mit der Forderung der Wirtschaft die Plätze mit Blechkisten vollzustopfen werden die Altstadtbewohner in ihrer Lebensqualität massiv beschränkt und zum Verlassen der Stadt als lebenswerter Lebensraum veranlasst. Was die Unternehmer nicht sehr stören wird, denn diese verlassen die Altstadt mit der täglichen Geschäftsschließung ja sowieso in Richtung Stadtrand in ihre Häuser! Die Stadt muss urban bleiben und in ihrer Aufgabe als Lebensraum für die Zukunft gestärkt werden. Die Zukunft der Kremser Altstadt wird sich nicht an den Autoparkplätzen orientieren, sondern an der freundlichen, kundenorientierten und kundenbindenden Willkommenskultur der Geschäfte, darin ist in der Altstadtunternehmenskultur ein wesentlicher Nachholbedarf gegeben. Der Versuch Autofahrer ganz nahe an irgendwelche Kaffeehaustische zu bringen ist erwiesenermaßen ein Irrweg. In anderen Städten mit den gleichen Problemstellungen haben gelernt und gehen erfolgreich den Weg in Richtung Urbanität mit Lebensqualität! In Klagenfurt wird gerade im Gemeinderat die Bahnstraße zur Begegnungszone umgewidmet und umgestaltet. Vorarlberger Gemeinden und Städte sind in diesem Bereich ebenso Vorbildhaft unterwegs. Warum Kremser Unternehmer sich am Gestern orientieren ist rätselhaft und unverständlich. Liegt vielleicht an ihrem gesellschaftspolitischen Verständnis! Diese Personen sollten sich vielleicht fragen, warum es zu einer solchen prekären Situation gekommen ist? Die Altstadtbewohner sind daran sicher nicht schuld. Das Altstadtproblem ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe und hat aus Bürgersicht auch so gelöst zu werden! Die alleinigen Interessen der Gewerbetreibenden, welche sich am Abend wieder aus der Altstadt verziehen, sind von der Politik nicht absolut vorrangig zu betrachten. Egoismen führen zu keinen dauerhaft beständigen Zuständen! Sie führen dazu, dass sich die möglichen Kunden aus verständlichen Gründen von der Stadt abwenden!

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WOW
WOW
22.02.2020 19:43

Hr Karl, Aussterben der Kremser Innenstadt

Ich glaube Hr. Karl sie wären der richtige Mann als Geschäftsführer gewesen, die würden wissen wie es geht !

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Herr Karl
Herr Karl
22.02.2020 17:30

Ergebnis der öetzten Jahre

Schade, dass man sich anscheinend erst durch die immer schlimmer werdende Lage zum Handeln gezwungen sieht. Bereits vor Jahren mit der Genehmigung des Mariandels, dem Bau zahlreicher neuer Supermärkte und dem noch immer katastophalen Verkehrs- und Parkkonzept hat man einige katastophale Fehler begangen, die sich nun sträflich rächen. Es ist neben dem globalen Phänomen der aussterbenden Innenstädte auch die Schuld der Stadtregierung, dass sich die Lage so zugespitzt hat.