Kremser "Minis" beim Papst
BEZIRK KREMS/ROM. 10.000 junge Ministranten aus 23 Ländern - davon 355 aus der Diözese St. Pölten und 27 aus dem Bezirk Krems - sind am Dienstagabend Papst Franziskus begegnet. Der Papst dankte den Kindern und Jugendlichen auf dem Petersplatz in Rom für ihren Dienst am Altar und bezeichnete sie als „Missionare der Nächstenliebe“. Bei den Teilnehmern der als Abendgebet gestalteten Feier handelte es sich um die mit Abstand größte Gruppe von Österreichern, die bisher dem Papst aus Südamerika begegnet ist.?

Die Teilnehmer des Treffens des internationalen Ministranten-Verbundes CIM kamen in bunten Halstüchern auf den Petersplatz - je Land in einer anderen Farbe. Gegen Ende der Feierlichkeiten schenkte ein Jugendlicher aus Österreich sein eigenes rotes Halstuch dem Papst, der es sich auch mit einem Lachen bereitwillig umbinden ließ. Aufgrund der vielen Österreicher sprach der Papst mehrere Feiertexte auf Deutsch, etwa in seinem Verweis etwa auf die Heiligen Franz von Assisi, Maria und Johannes Maria Vianney sowie in der Einleitung des gemeinsamen Vaterunser-Gebetes.
Österreicher-Treffen am Donnerstag
Die seit 1962 organisierte internationale Ministrantenwallfahrt führt alle fünf Jahre Tausende Jugendliche nach Rom und zur Begegnung mit dem Papst. In diesem Jahr waren Ministrantengruppen aus Gföhl, Krems-Lerchenfeld und Hollenburg für den Bezirk Krems vertreten. Für die Teilnehmer aus Österreich waren bereits für Montag Programmpunkte in Rom vorgesehen, darunter unter anderem ein Gottesdienst der Salzburger Delegation mit Erzbischof Lackner in Santa Maria dell'Anima oder für die steirischen Ministranten ein Gebet in der Basilika Santa Maria Maggiore mit Bischof Krautwaschl. Am Donnerstag folgte ein großes Österreich-Treffen in der Basilika St. Paul vor den Mauern. Weitere Programmpunkte umfassen Stadtführungen, Vatikan-Einblicke und Jugendgottesdienste.
In österreichischen Pfarren ministrieren knapp 45.000 Mädchen und Buben. Sie leisten damit einen wichtigen Dienst in den Pfarren und befassen sich neben dem Ministrantendienst in Gruppenstunden auch mit Glaubens- und Lebensfragen.


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