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Vielleicht hätte er seiner Mannschaft doch noch nicht sagen sollen, dass er den Weg in die 1. Landesliga nicht mitgeht: Meistertrainer Gerhard Hofstetter konstatierte schon vorige Woche beim Training einen Stimmungsabfall, im Match gegen Nachzügler Guntersdorf wirkten die Rohrendorfer eine Stunde lang richtig lustlos.

Rohrendorfs Trainer Gerhard Hofstetter
Rohrendorfs Trainer Gerhard Hofstetter

Da war das Match dann fast gelaufen - 0:3 hinten und einen Mann weniger (gelb-rot für Sacher, 58.), erst dann ein Aufbäumen. Die erste Frühjahrsniederlage wollte man doch vermeiden, allein es gelang nicht, zwei Tore von Chudik kamen zu spät.

Kein Beinbruch, aber die Niederlage schmerzt doch. Vor allem den Trainer. Der hatte eine Woche zuvor, nach dem Meisterstück in Amaliendorf, seiner Truppe mitgeteilt, dass er nicht mit in die 1. Landesliga gehen werde. „Da wäre der Zeitaufwand noch größer, da ginge es mir nicht mehr gut damit. Ich will wieder mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“, begründet der bald 50-Jährige (im September) seinen Entschluss, der für ihn schon seit einigen Wochen feststeht, auch die Funktionäre wussten es seit damals. Einen Nachfolger gibt es trotzdem noch nicht.

Natürlich war auch für Hofstetter die Entscheidung nicht leicht, der Erfolg schweißte zusammen, eigentlich wollten alle, dass er bleibt. „Am besten ist, man geht, wenn“s am schönsten ist“, tröstet sich Hofstetter. Nach dreieinhalb Jahren in Rohrendorf (erst als U17-Trainer, dann U23, 2015/16 Kampfmannschaft) denkt er auch ein wenig an die gute Nachred“: „In der 1. Landesliga schätze ich die Mannschaft um Platz 10 ein. Wenn“s nicht so erfolgreich läuft, vergisst man sehr leicht die schönen Erfolge.“

Statt des Schritts nach oben macht Hofstetter einen nach unten: Grafenwörth klopfte sofort an und erhielt den Zuschlag. „Da hab ich nur drei Kilometer von meinem Haus in Fels zum Sportplatz.“ Den Ausschlag aber gab ein anderes Kriterium - der Gebietsligist spielt seine Heimspiele am Freitag. „Da hab ich jedes zweite Wochenende frei.“


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