WACHAU. Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) erteilt einer Abgabe für Wachau-Touristen eine klare Absage. Stattdessen sollen nun Maßnahmen erarbeitet werden, wie die Touristenströme besser gelenkt und die Lebensqualität der Bevölkerung erhalten bleiben kann.

Mit seinem Vorschlag, eine Art Eintrittsgebühr für die Wachau zu erheben, hatte der kürzlich zurückgetretene Melker ÖVP-Bürgermeister Thomas Widrich für großen Wirbel gesorgt. Die Einnahmen sollten dazu dienen, die touristische Infrastruktur zu finanzieren. Nun schaltet sich die Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav in die Diskussion ein und erklärt, dass sie „der Idee einer zusätzlichen Abgabe für Wachau-Gäste nichts abgewinnen“ kann.
Gebühr trifft vor allem Niederösterreicher
Ihre Begründung: „Ein Großteil der Ausflugsgäste kommt aus Niederösterreich und eine solche Maßnahme würde unsere Landsleute belasten.“ Dennoch müssten Lösungen gefunden werden, damit sich die Lebensqualität der Wachauer Bevölkerung nicht verschlechtere.
„Gesundes Miteinander“
Das Problem seien Spitzenzeiten, die es künftig besser zu managen gilt. Landesrätin Bohuslav: „Hier braucht es kluge Besucherlenkungsmaßnahmen um die Gästeströme besser zu entzerren. So kann für ein gesundes Miteinander von Touristen und den Bewohnern der Wachau gesorgt werden.“
Konzepte entwickeln
Aus diesem Grund hat die Landesrätin dem Geschäftsführer von Donau Niederösterreich Tourismus, Bernhard Schröder, den Auftrag erteilt, einen Prozess einzuleiten, bei dem Meinungen aus der Region eingeholt werden sollen. Auf dieser Grundlage solle dann eine Lösung im Sinne des Tourismus sowie der Wachauer Bürger gefunden werden.“Ziel ist es, dass man gute Konzepte für die kommende Saison entwickelt“, so Bohuslav.


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