Kronstorf ist seit zehn Jahren Klimabündnisgemeinde
KRONSTORF. Unter dem Motto „heute für morgen – Klimaschutz Jetzt!“ trafen sich vergangenen Woche über 200 Gemeindevertreter und Interessierte zur 27. OÖ Klimabündnis-Jahreskonferenz in Schlierbach, um Wege und Mittel für eine lebenswerte Zukunft aufzuzeigen.

Knapp 300 Gemeinden, über 700 Betriebe und rund 200 Bildungseinrichtungen aus ganz Oberösterreich sind bereits Teil des Klimabündnis-Netzwerks, das sich für den Klimaschutz und einen nachhaltigen Lebensstil engagiert. Jährlich lädt das Klimabündnis gemeinsam mit der OÖ Klimarettung all seine Mitglieder – ob Jung oder Alt, Betrieb oder Schule, Gemeindebedienstete oder interessierte Bürger – zum Austausch ein, um Mut und Motivation zu tanken. Schwerpunkt bildete heuer die OÖ-weite Initiative „heute für morgen – Klimaschutz Jetzt!“.
Global denken, lokal handeln
„Wir wollen gemeinsam der Klimalethargie trotzen, neue Aktionen setzen und das Jahr 2019 zum Jahr des Klimaschutzes machen,“ betont Norbert Rainer, Regionalstellenleiter vom Klimabündnis OÖ. „Es gibt so viele gute Ideen, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Das stimmt mich positiv – und unser Motto 'global denken, lokal handeln' bringt es auf den Punkt: Fangen wir damit vor Ort in den Gemeinden gemeinsam mit der Bevölkerung an!“
Kampf an allen Fronten
Spätestens nach dem erneuten Rekordhitze-Sommer im Jahr 2018 sei allen klar, dass der Klimawandel bei uns angekommen und deutlich spürbar ist. Auch die Jugend greift seit einigen Monaten die Thematik auf. Agnes Pürstinger von „Fridays for Future“ mahnte in ihrer bewegenden Rede „Mut für mutige Taten“ auf persönlicher Ebene, aber auch bessere Rahmenbedingungen seitens Politik ein: „Denn wenn ein Flugticket von Wien nach London 20 Euro kostet, hat das nichts mit Freiheit zu tun. Das ist ein politisches Versagen.“
Lebenswerte zukunft
Referent Gerald Koller wiederum nahm die Anwesenden auf eine Reise in eine lebenswerte Zukunft mit, in der die Krisen der Gegenwart Dank nötiger Einsicht schon gemeistert werden konnten. Auf dem Weg dorthin kann freilich auch mal was nicht nach Plan laufen, doch solle man sich davon nicht entmutigen lassen: „Denn nur durch das Scheitern haben wir die Möglichkeit, gescheiter zu werden“.
Urkunde überreicht
Nachdem die Teilnehmenden zu einem „Markt der Möglichkeiten“ mit zahlreichen Projektangeboten eingeladen wurden, folgte die feierliche Auszeichnung der Jubiläumsgemeinden und -schulen. Landtagsabgeordneter Stefan Kaineder überreichte in Vertretung von LR Rudi Anschober gemeinsam mit Norbert Rainer die Urkunde an Kronstorfs Bürgermeister Christian Kolarik und Umweltausschussobmann Helmut Rockenschaub.


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