Christian Mayr vom URC Spk Renner Langenlois in der Triathlon Hochburg Roth
Christian Mayr hat sich für sein Langdistanz Debüt die Challenge Roth in Bayern ausgesucht. Roth gilt als Mekka des Triathlons, keine andere Gegend lebt den Triathlonsport und das Rennen so intensiv wie Roth. 3000 Starter, 7000 freiwillige Helfer und ca. 240.000 Zuseher an der Strecke - das sind die nackten Zahlen.
Pünktlich um 6:45h war der Start im Main-Donau-Kanal in Hippoltstein. Die 3,8km schwimmen werden schon von tausenden Zusehern vor Ort verfolgt. Trotz einem unrythmischen schwimmen stieg Mayr nach 01:04:27 wieder aus dem Wasser und machte sich in der kurzen Wechselzone bereit, um 180km auf dem Rad zurückzulegen. Nach 60km hatte er ein erstes Tief, durch die Erwartungen an den wohl berühmtesten Berg im ganzen Triathlonzirkus – dem Solarer Berg – konnte er sich rasch mental erholen. Und seine sehr hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Die Zuschauer die Tour de France Stimmung aufkommen lassen machen die Datev Challenge Roth zu einem einmaligen Erlebnis. Es ist unmöglich den Solarer Berg ohne Grinsen und Gänsehaut hochzufahren – und auch viel zu schnell, weil es dort einfach geil ist. Den Radsplit konnte Mayr in 5:11:09 beenden, jetzt waren „nur“ noch 42,2km zu laufen. 2 Runden mit jeweils 2 Wendepunkten machen den Laufkurs relativ kurzweilig, auch weil es sehr viele Zuschauer an der Strecke gibt. Bis km21 ging es für Mayr ganz gut, ab dann zeigte sich der fehlende Trainingsumfang im Vorfeld und er konnte die 2. Hälfte des Marathon wesentlich langsamer als die erste Hälfte laufen. Nach einer Laufzeit von 4:05:13h und insgesamt 10:24:35h erreichte er das Ziel seiner langen Reise. Damit erreichte er den 107. Platz von 314. in seiner Altersklasse.
Unter Berücksichtigung seines geringen Trainingsumfangs und den schwierigen schwül-heißen Bedingungen ist Mayr mit seiner Langdistanzpremiere zufrieden. Der Challenge Roth gibt Christian Mayr die Note 1+. Sein Fazit: Für mich war es der bisher beste Bewerb an dem ich teilgenommen habe. Die Stimmung an der Strecke, die gesamte Organisation, Hilfe in den Wechselzonen wie sie sonst nur Profis erhalten, Labestationen alle 17km auf der Radstrecke und alle 1.5-2km beim Laufen lassen keine Wünsche offen.


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