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Verkehr, Marketing, Bauen: Langenloiser Grüne fordern Konzepte und Diskussionen

Claudia Brandt, 24.08.2017 07:36

LANGENLOIS. Ihren Standpunkt zu aktuellen kommunalpolitischen Themen wie Stadtmarketing, Verkehr oder die geplante Erweiterung des Siedlungsgebiets Lange Sonne legten die Langenloiser Grünen bei einem Sommergespräch dar. Sie fordern mehr Diskussionsbereitschaft sowie die Einbindung von externen Fachleuten.

Die Langenloiser Grünen präsentierten kürzlich ihre Forderungen bei einem Pressegespräch: Stadträtin Brigitte Reiter, Gemeinderat Matthias Fürpaß und Klubobfrau Anita Stemberger-Chabek (v. .). Foto: Brandt

„Es ist schade, dass viele gute Ideen zerredet werden“, erklärt Grünen-Klubobfrau Anita Stemberger-Chabek. Die Stadtgemeinde habe zuletzt immer wieder Expertenempfehlungen zu verschiedenen Themen wie Stadtentwicklung oder Verkehr erhalten. „Nur in den Gremien passiert dann leider nichts mehr damit „, klagt die Oppositionspolitikerin. Unbedingt näher angeschaut gehört aus ihrer Sicht das räumliche Enwicklungskonzept „Langenlois 2030“, welches Studierende der TU Wien ausgearbeitet haben.

Ruf nach Stadtmarketing

Ein großes Anliegen ist den Grünen die Errichtung eines Stadtmarketings. „In Niederösterreich haben dies durchaus auch kleinere Städte verankert“, so Stadträtin Brigitte Reiter. Eine zentrale Ansprechperson solle Wirtschaft und Bürger vernetzen. Ziel sei eine Belebung und Attraktivierung der Innenstadt, aber auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Reiter fordert, dass im Stadtrat ein geeignetes Modell überlegt werden soll.

Konzept für Lange Sonne

Die Einbindung von externen Fachleuten wie Raum- und Verkehrsplanern fordern die Grünen hinsichtlich des weiteren Ausbaus des Siedlungsgebiets Lange Sonne. Hier ist es aus Sicht von Stemberger-Chabek wichtig, ein Leitbild für die Landschafts- und Siedlungsentwicklung zu erstellen. Konkret würden sich die Grünen auf dem rund fünf Hektar großen Areal nördlich des Bockshörndlweges nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch andere Wohnformen mit Gemeinschaftseinrichtungen wünschen.

Langjährige Forderung nach Verkehrskonzept

Ein großes Thema ist für die Grünen weiterhin der Verkehr: „Seit es uns gibt, fordern wir ein Gesamtverkehrskonzept“, erklärt Gemeinderat Matthias Fürpaß. Nicht alle öffentlichen Flächen sollten dem Verkehr untergeordnet werden.

Meisl weist Vorwürfe zurück

Bürgermeister Hubert Meisl (ÖVP) weist die Kritik der Grünen zurück. Brigitte Reiter habe im Stadtrat mit mehreren Vorschlägen keine Mehrheit bei ÖVP, SPÖ und FPÖ gefunden, da diese Ideen nicht realisierbar erschienen. In der Stadtgemeinde würden ständig Projekte umgesetzt, die Grünen selbst seien in allen Gremien vertreten. Nicht nachvollziehen kann Meisl die fortwährende Kritik an der Verkehrspolitik. Man habe den Grünen sogar ursprünglich das Verkehrsressort angeboten, diese hätten sich jedoch für den Kulturbereich entschieden.


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