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LANGENLOIS. Mit einer Fülle an Chancen aber auch an Herausforderungen sieht sich der Tourismus im Waldviertel konfrontiert. So will man die Region weiter als Ganzjahresdestination positionieren und attraktiver für Gäste machen. „Waldviertel Tourismus“-Geschäftsführer Andreas Schwarzinger stellte am Mittwoch beim 6. Waldviertler Tourismustag in der Gartenbauschule Langenlois den Vertretern der Beherbergungsbetriebe mehrere Initiativen dazu vor.

  1 / 4   Beim Waldviertler Tourismustag: (v. l.) Christoph Madl (Niederösterreich Werbung), Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP), "Waldviertel Tourismus"-Geschäftsführer Andreas Schwarzinger und der Langenloiser Bürgermeister Harald Leopold (ÖVP). Foto: Brandt

Natur- und Landschaftsgenuss sind Andreas Schwarzinger zufolge die Hauptmotive für einen Waldviertel-Besuch. Daher wolle man die vorhandenen Naturerlebnisse den Besuchern noch besser vermitteln. Man habe daher alle Angebote erfasst und sie in verschiedene Kategorien eingeteilt. Ziel dabei sei, bestehende Angebote zu attraktivieren und neue Naturschauplätze zugänglich zu machen. Das Waldviertel solle sich außerdem zunehmend als Ganzjahresdestination etablieren, betonte der Geschäftsführer von „Waldviertel Tourismus“ am Mittwoch in der Gartenbauschule Langenlois.

Mehr Service für Radtouristen 

Weiters setzt „Waldviertel Tourismus“ auf eine Rad- und Bikeoffensive. „Die Anzahl der Radtouristen hat explosionsartig zugenommen“, so Schwarzinger. Die Etablierung der E-Bikes habe dazu geführt, dass mittlerweile über 50 Prozent der Anfragen von Gästen mit dem Thema Rad zu tun hätten. Ziel sei nun, die Infrastruktur für Elektroradler zu verbessern. Ein großes Thema sei dabei auch die Mobilität bei der Anreise. Radtouristen wollen Schwarzinger zufolge oftmals mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder ihr eigenes Rad in den Öffis transportieren.

Internet und Social Media: Coaching für Betriebe 

Ein weiteres großes Anliegen ist es „Waldviertel Tourismus“, die heimischen Betriebe fit in Sachen Internet und Social Media zu machen. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich wurde daher ein Coaching-Programm konzipiert. Zwei Coaches gehen in die Betriebe und unterstützen die Unternehmer direkt vor Ort. „Wir haben bereits über 50 Betriebe besucht. Die Ergebnisse sind sehr gut“, bilanziert Schwarzinger. Unter anderem gelte es, die Websites auch für Smartphones und Tablets gut nutzbar zu machen. Auch der Online-Vertrieb gewinne immer mehr an Bedeutung.

 Persönlicher Kontakt weiterhin wichtig

„Wir sehen die Digitalisierung als Chance für unser Land und unsere Leute“, bekräftigte auch Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP). Nichtsdestotrotz müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen, der persönliche Kontakt mit dem Gast sei auch weiterhin wichtig. Jedoch habe sich das Rechercheverhalten der Gäste extrem verändert. Diese informierten sich vorab online über ihr Reiseziel, eine eigene Website sei daher ein Muss für einen Tourismusbetrieb. Die unterschiedlichen Social Media Kanäle bieten Bohuslav zufolge den Betrieben ein „Potpourri an Möglichkeiten“, um Gäste anzusprechen. Hier wolle das Land den Betrieben mit seinen Coaching-Angeboten unterstützend zur Seite stehen.


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