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LANGSCHLAG. Frauen findet man nach wie vor eher selten in technischen Berufen. Stefanie Wenigwieser hatte kein Problem in einer „Männerdomäne“ beruflich Fuß zu fassen und begann vor einigen Jahren ihre Lehre in der Autowerkstatt Holy in Langschlag.

Bezirksstellenobfrau Anne Blauensteiner mit Stefanie Wenigwieser und Friedrich Holy; Foto: Mario Müller-Kaas

Vor zehn Jahren übersiedelte Friedrich Holy ins Waldviertel. „Die Autowerkstatt Holy gibt es schon seit 70 Jahren und hat mein Vater in Wien gegründet. Mit sechzig Jahren suchte ich noch eine neue Herausforderung und fand dann in der Nachfolgebörse der WKO zufällig eine kleine Werkstatt in Langschlag. So kam ich ins Waldviertel“, erzählt der rüstige Kfz-Meister. „Nachdem ich bereits in Wien sechs Lehrlinge ausgebildet hatte, wollte ich auch hier noch meine Kenntnisse an die Jugend weitergeben und fand dann in der Stefanie das ideale Lehrmädchen“, berichtet der nunmehr siebzigjährige Holy weiter.

„Lehrberuf hat mir auf Anhieb gefallen“

„Ich ging damals ins BORG Krems und habe nach meiner Matura überlegt, Lehrerin zu werden. Ich habe dann aber bei Herrn Holy geschnuppert und mir hat der Lehrberuf auf Anhieb gefallen“, erzählt die Jungmechanikerin stolz. „Ich lerne Kfz-Technik mit dem Modul Systemelektronik und bin gerade im vierten Lehrjahr. Auch wenn wir in der Berufsschule nur zwei Mädchen waren, habe ich überhaupt kein Problem in so einer Männerdomäne“, berichtet Stefanie Wenigwieser weiter. „Da es nun aber an der Zeit ist, Neues kennenzulernen, wechselte ich nun vor Kurzem in eine große Fachwerkstätte im angrenzenden Oberösterreich. Ich bin Herrn Holy aber für seine ausgezeichnete Ausbildung sehr dankbar!“

Auch wenn Herr Holy sein Lehrmädchen nur ungern ziehen lässt, möchte er die letzten Jahre keinesfalls missen. „Ich wünsche dir auf deinem weiteren Lebensweg alles Gute!“ ist Friedrich Holy überzeugt, dass Stefanie ihren erfolgreichen Weg fortsetzen wird.

Auch Bezirksstellenobfrau der Wirtschaftskammer Zwettl, Anne Blauensteiner, bedankte sich bei Herrn Holy für die Ausbildung wichtiger Nachwuchsfachkräfte und wünscht Frau Wenigwieser viel Erfolg.


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