24 Stunden für den guten Zweck
LASBERG. Ein Zeichen gegen Angst, Hass und Wut, die durch Hetze in sozialen Medien verteilt wird, möchte Florian Böttcher mit einer Spendenaktion setzen. Dafür nimmt er sich vor, 24 Stunden lang den Buchberg rauf und runter zu laufen und dadurch mit Hilfe von Sponsoren Gelder für den guten Zweck zu lukrieren.

„Mit meiner Aktion möchte ich aufzeigen, dass es hier um Menschen geht, welche Hilfe suchen um wieder eine Perspektive im Leben zu bekommen“, sagt Florian Böttcher. Er wird am Samstag, dem 27. Februar 24 Stunden (0-24 Uhr) versuchen, so oft und so lange wie möglich den Buchberg zu erklimmen und dadurch Geld von Sponsoren für sozial Bedürftige, wie es auch die Flüchtlinge momentan sind, zu sammeln. „Weiters sollen die Menschen in der Umgebung eben die Möglichkeit haben, ein Zeichen für die Menschlichkeit zu setzen und in den 24 Stunden einfach einmal rauf auf den Buchberg wandern.“
Unterstützen möchte Böttcher damit die Gruppe „Kultur der Menschlichkeit - Lasberg“, welche sich sehr für das Wohl und die Integration der Flüchtlinge einsetzt.
Flüchtlinge in Lasberg
Kurz vor Weihnachten ist auch in Lasberg die erste syrische Familie eingetroffen. Anfang des Jahres kam noch eine Familie dazu. Weiters ist ein Afghane, der schon seit einem Jahr in Freistadt war, privat bei einer Lasberger Familie untergebracht. Insgesamt sind 13 Flüchtlinge in Lasberg, davon neun Kinder. Ein Kind besucht schon den Kindergarten in Lasberg, vier die Volksschule. Ein Junge besucht die Mittelschule 1 in Freistadt und für zwei Kinder über 15 wurden Deutschkurse in Freistadt organisiert.
Betreut werden die Flüchtlinge einerseits durch die Volkshilfe und erfreulicherweise auch durch einige LasbergerInnen,, die sich ehrenamtlich in der Gruppe „Kultur der Menschlichkeit - Lasberg“ engagieren. Deutschkurse, Fahrten, Sammeln von Sachspenden, gemeinsame Treffen, sinnvolle Freizeitgestaltung, Unterstützung bei Behördengängen und beim Schulbesuch, ... wurden bereits organisiert. Die Erfahrungen und Begegnungen mit unseren neuen MitbürgerInnen waren äußerst positiv. Es ist schön zu sehen, dass sich Menschen, die vor dem Krieg fliehen mussten, in Lasberg wohl fühlen und neuen Lebensmut schöpfen können.
Nach wie vor werden auch in Lasberg Unterkünfte für Asylwerber (zum Teil auch schon mit positivem Asylbescheid) gesucht. Sollte jemand freistehende Wohnungen haben, so können sie sich auf dem Gemeindeamt Lasberg melden. Bei Interesse an der eherenamtlichen Mithilfe zur Betreuung und Integration der AsylwerberInnen können sie sich ebenfalls am Gemeindeamt oder bei Markus Lindner (markus.lindner@epnet.at) melden.


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