Sechs Lehrabschlüsse, Künstler, Turntrainer: ein Vermächtnis
LEONDING. Helmut Hödlmoser lebt Zeit seines Lebens in Leonding und hat in der Stadt als Künstler, aber auch als Turntrainer seine Spuren hinterlassen.

Im Leondinger Rathaus sind seine Werke prominent vertreten, zur 1.000-Jahr-Feier steuerte er eine Skulptur bei und vor der Kürnberghalle ziert eine kinetische Plastik von ihm den Brunnen: „Das war die erste große Arbeit von mir.“ Der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Helmut Hödlmoser ist aus Leonding nicht wegzudenken.
Nach zahlreichen Berufswechseln, Hödlmoser hat sechs verschiedene Lehrabschlüsse vorzuweisen, fand er im Sport und der Kunst seine Berufung. Obwohl er als Facharbeiter in der Chemie Linz gut verdiente, entschied er sich nach einer Bildhauerlehre – auf Rat seines Lehrmeisters – mit 33 Jahren für ein Studium an der Kunsthochschule.
„Das war finanziell schwierig mit zwei Kindern. Aber meine Frau hat mitgespielt und jetzt sieht man, dass es die richtige Entscheidung war.“ Der besonders im Osten bekannte Künstler hat noch viel vor. „Derzeit mache ich aber eine künstlerische Pause, wegen der großen Jubiläumsfeier im DALZ für die Kinder.“
Weltklasse als Turntrainer
Sport war für Hödlmoser immer wichtig. „Ich hatte die Energie und wollte immer beweisen, besser zu sein als andere.“ Mit 18 Jahren landete er beim Turnen und kam seither nicht mehr davon los.
Als Nationaltrainer brachte er Sandra Mayer an die Weltspitze, bislang ein einzigartiger Erfolg für den österreichischen Turnsport. Im Sport wie in der Kunst steht für Hödlmoser immer der Mensch im Mittelpunkt. „Ich will eine Gesellschaft heranbilden, die mehr ist, als nur die zwei Prozent, die uns vom Primaten unterscheiden“, ist Hödlmoser die soziale Dimension bei seiner Arbeit mit Kindern wichtig.
„Es macht mir irrsinnige Freude, mit ihnen zu arbeiten. Man gibt viel Energie, aber bekommt soviel zurück.“ Nach der Jubiläumsfeier am 30. November will er sich jedoch wieder alleine auf die Kunst konzentrieren. „Ich hoffe, dass mir der Herrgott noch zehn Jahre gibt – ich brauche sie“, ist Helmut Hödlmoser noch lange nicht am Ende seines künstlerischen Schaffens angelangt.


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