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LEONDING. Mit der „Zivilschutzagenda Österreich“ gibt es nun einen neue Plattform, die die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement verbessern will. Ziel ist es, das bestehende Freiwilligensystem nachhaltig abzusichern.

v.l. Franz Humer (Vize-Präsident Bundesfeuerwehrverband), Dieter Siegel (CEO Rosenbauer International), Sophie Karmasin (Meinungsforschungs-Expertin), Gerald Schöpfer (Präsident Österreichisches Rotes Kreuz), Alexander Janda (Generalsekretär Kuratorium Sicheres Österreich). Foto: Rosenbauer

Mit an Bord sind neben Rosenbauer International das Kuratorium Sicheres Österreich (SÖ), der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) und das Österreichische Rote Kreuz.

Die Plattform hat sich auf Initiative von Rosenbauer-CEO Dieter Siegel formiert: „Die Zukunft des Ehrenamts in Österreich steht und fällt mit den zahlreichen freiwilligen Helfern, die tagtäglich ihre Zeit opfern und sich in Gefahr begeben, um anderen zu helfen. Ein derart gut ausgebautes System wie das Österreichische ist weltweit einzigartig und darf daher keinesfalls als Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Es ist mir daher ein persönliches Anliegen, mich für die Absicherung dieses Systems und noch bessere Rahmenbedingungen für die Helfer einzusetzen.“

Laut einer aktuellen Online-Befragung von Karmasin Research & Identity mit 1.000 Teilnehmern sind 39 Prozent der ehrenamtlich Tätigen wegen ihrer persönlichen Haftung im Einsatzfall besorgt, 37 Prozent machen sich Gedanken über den Versicherungsschutz und 35 Prozent beklagen zu geringe Wertschätzung ihrer Tätigkeit durch die Politik.

Nachwuchsmangel, Ausbeutung und unzureichende Ressourcen als Risiken

Fragt man nach den größten Risiken für die Zukunft der Freiwilligenarbeit, so nennen 59 Prozent der Befragten einen Mangel an Nachwuchs. 50 Prozent sagen, dass die ehrenamtlich Tätigen ausgenutzt werden und 27 Prozent sehen in unzureichenden Ressourcen die größte Bedrohung für die Freiwilligenarbeit.

Lösungsansätze

Ihre Sichtweise auf das Thema und Lösungsansätze hat die Zivilschutzagenda Österreich am Freitag, 22. März in einem Positionspapier präsentiert. In den kommenden Monaten werden die Proponenten der Zivilschutzagenda Österreich das Gespräch mit den politischen Entscheidungsträgern auf Bund- und Länderebene suchen, um gemeinsam den Raum für Alllianzprojekte auszuloten und um die Situation der ehrenamtlich Tätigen konkret zu verbessern.


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