Ganz still – warum Weihnachten in St. Isidor etwas ganz Besonderes ist
LEONDING. Am Caritas-Standort St. Isidor, wo Kinder mit Beeinträchtigung wohnen, ist es am 24. Dezember recht still. Fast alle Kinder sind über die Feiertage zu Hause bei ihren Familien. Nur vereinzelt bleiben Kinder in den Wohngruppen.

Seit ihrem Arbeitsantritt vor über zwei Jahren macht Sozialpädagogin Daniela Menk Dienst zu Weihnachten: „Auf meiner Wohngruppe bleibt ein Kind hier, alle anderen sind bei ihren Familien. Mit ihm möchte ich auch heuer wieder einen schönen Tag und Abend verbringen. Insgesamt sind heuer elf Kinder am 24. Dezember da“, erzählt die Caritas-Mitarbeiterin.
Dass sie am Heiligen Abend nicht bei ihrer Familie ist, spielt für die junge Frau keine Rolle: „Ich habe ja die darauffolgenden Tage frei und verbringe sie mit meinen Liebsten.“ Der Heilige Abend wird in der Wohngruppe, wie in jeder Familie, besonders gestaltet. Kollegin Sandra Urferer erzählt: „Tagsüber gibt es einen Ausflug, um das Warten auf das Christkind zu verkürzen. Im Vorjahr waren wir in der Grottenbahn am Pöstlingberg.“
Die Vorfreude und die strahlenden Kinderaugen sind die schönsten Momente. Wenn die jüngeren Kinder beispielsweise erzählen, dass sie gerade das Christkind vorbeifliegen gesehen haben.
Besondere Bescherung
Wenn es finster wird, steigt nicht nur bei den Kindern die Nervosität. Die Caritas-Mitarbeiter legen die Geschenke unter den Baum, ohne gesehen zu werden. „Teilweise bekommen sie von ihren Familien Packerl geschickt. Sonst bekommen die Kinder Geschenke von Spendenaktionen oder unserer Einrichtung“, so Menk.
Nach der Bescherung werden Weihnachtslieder gesungen und mit den Geschenken gleich gespielt.


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