Selbst gemachte Frischkäsegupferl
LEONSTEIN. Waltraud Steiner verkauft Fleisch und Milch sowie Frischkäsegupferl ab Hof. Die Leonsteiner Ortsbäuerin wünscht sich mehr Konsumenten, die auf regionale Lebensmittel Wert legen.

Als gelernte Verkäuferin ist es für Waltraud Steiner erschrecken, dass Milchprodukte so billig geworden sind.Seit 31 Jahren ist Waltraud Steiner Bäuerin. „Ausschlaggebend Bäuerin zu werden, ist meiner Meinung nach immer der Partner“, so Steiner, die mit ihrem Mann Karl einen Bio-Milchviehbetrieb mit 13 Kühen und Nachzucht führt. Auch 50 Mutterschafe leben am Hof. Familie Steiner bietet Direktvermarktung von Milch und Fleisch. Die Tiere werden im eigenen Schlachtraum geschlachtet.
Frischkäsegupferl
Aus der Kuhmilch fertigt Waltraud Steiner Frischkäsegupferl. Diesen frischen Topfen produziert sie je nach Bedarf, im Sommer fast täglich. Aus einem Liter Milch entstehen zwei Gupferl. Diese darf man sich jederzeit holen. „Für mich ist es eine schöne Abwechslung, wenn jemand vorbeikommt“, freut sich die 53-Jährige über Kundenbesuch. Sie findet es schade, dass Junge den Ab-Hof-Verkauf weniger annehmen: „Früher war es gang und gäbe, die Milch vom Bauern zuholen. Leider ist vielen die Fahrt nicht mehr wert.“ Als gelernte Verkäuferin ist es für Waltraud Steiner erschrecken, dass Milchprodukte so billig geworden sind.
Leer stehende Bauernhöfe
Waltraud Steiner ist froh, dass ihr Sohn mit seiner Frau einmal den Hof übernehmen wird. „Heutzutage sieht man viele leer stehende Höfe. Es ist schade, dass so viele Bauern aufhören, aber auch schwierig die Jungen zu motivieren“, erzählt Waltraud Steiner und zählt die Vorteile einer Bäuerin auf, „du bist für die Kinder da, kannst dir die Zeit selbst einteilen und es geht schon sehr viel maschinell. Wichtig ist aber die Zusammenarbeit am Hof. Wenn das Verhältnis von Jung und Alt passt, haben auch beide Freizeit.“ Auch dass man von der Landwirtschaft nicht leben könne, stimme nicht immer, so Steiner: „Es gibt viele Möglichkeiten, die man zusätzlich nutzen kann, wie Urlaub und Schule am Bauernhof oder Direktvermarktung.“
Seit einem Jahr ist Waltraud Steiner Ortsbäuerin in Leonstein. „Wenn möglich, wollen wir unsere kleine Gruppe auch weiterhin erhalten. Es ist schön, sich in einer Gemeinschaft austauschen zu können.“ Die Bäuerin hat fünf Kinder und schon acht Enkerl. „Es ist schön, eine Großfamilie zu haben. Auf unserem Hof waren immer Kinder.“








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