Vermittler zwischen den Bauern und der Politik
LEONSTEIN. Vor ein paar Wochen hat Matthias Steiner das Amt des Ortsbauernobmannes in Leonstein (Gemeinde Grünburg) von Josef Tragler übernommen. Er möchte auch in Zukunft eine gute Verbindung zwischen den Bauern und der Politik schaffen.

Matthias Steiner führt einen Bio-Milchviehbetrieb mit 18 Kühen und Nachzucht sowie 40 Mutterschafen in Leonstein. Steiner hat Anfang 2016 den Betrieb von seinen Eltern übernommen. „Ich möchte ihn so weiterführen, wie bisher. In dieser Größenordnung ist die Arbeit überschaubar und wir können auch einmal in den Urlaub fahren“, so der vierfache Vater.
Direktvermarktung läuft gut
Am Hof betreibt die Familie Steiner auch eine Direktvermarktung von Milch und Fleisch. 50 bis 60 Lämmer werden jährlich im eigenen Schlachtraum geschlachtet. „Hauptsächlich zu Ostern und zu Weihnachten wird das Lammfleisch nachgefragt und zu Martini verkaufen wir jährlich rund 30 Gänse“, berichtet der 30-Jährige. Die Milch wird nach Schlierbach geliefert, ist aber auch ab Hof erhältlich: „Wir haben Stammkundschaften, die schon jahrelang zu uns kommen.“
Junger Ortsbauernobmann
„Ich habe das Amt übernommen, weil ich eine gute Verbindung zwischen den Bauern und der Gemeinde schaffen will. Ich bin auch im Gemeinderat“, freut sich Steiner schon auf die Arbeit als Ortsbauernobmann. Die Aufgaben kennt er von seinem Vater, der 18 Jahre lang Ortsbauernobmann war.
„Viele Auslaufbetriebe“
In Leonstein gibt es noch rund 15 Bauern, viele Betriebe werden im Nebenerwerb geführt. „Viele Betriebe im Ort sind Auslaufbetriebe. Ich glaube, dass es in Zukunft sicher noch weniger Bauern geben wird, weil viele Junge nicht weitermachen wollen. Sie verdienen gutes Geld, haben Samstag und Sonntag frei und wollen diese Arbeit nicht aufgeben oder wollen einfach nicht Bauer werden.“


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