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BRAUHAUS. Ein Heimatmuseum der besonderen Art findet sich im Lichtenauer Ortsteil Brauhaus. Hobbysammler Franz Hofstätter hat dort rund 17.000 Ausstellungsstücke zusammengetragen. Der 66-jährige Pensionist führt alle Besucher höchstpersönlich über das Gelände und lässt dabei für sie die Vergangenheit wieder ein Stück aufleben.

Franz Hofstätter führt die Besucher persönlich durch sein Reich.
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Franz Hofstätter ist Sammler aus Leidenschaft. Seit Kindestagen an geht der Großreinprechtser regelmäßig auf die Suche nach neuen Schätzen. „Ich sammle seit dem dritten Schuljahr“, erzählt der mittlerweile pensionierte Maurer. Zunächst galt sein Interesse Briefmarken und Münzen. Später legte er sein Hauptaugenmerk auf sämtliche Arbeitsgeräte aus vergangenen Zeiten.

„Je älter, desto besser“

Ab einem gewissen Zeitpunkt war Franz Hofstätter in ganz Österreich unterwegs, um neue Exponate zusammenzutragen. „Überall gibt“s was anderes“, weiß der erfahrene Sammler. Eine bestimmte Zeitepoche hat ihn dabei jedoch nie interessiert: „Je älter, desto besser“, meint Hofstätter schlicht.

Große Ausstellungsfläche

Doch irgendwann fehlte der Platz, um all die ganzen Schätze unterzubringen. 1981 kaufte er schließlich ein Anwesen in Brauhaus, mit dem Ziel dort ein Museum zu errichten. Bei dem rund 700 Jahre alten Gebäude, direkt an der Hauptstraße zwischen Lichtenau und Albrechtsberg, handelt es sich um die ehemalige Sommerresidenz eines Wieners. Hofstätter richtete das Anwesen her und erweiterte es. Mittlerweile verfügt er dort über eine Ausstellungsfläche von stolzen 870 Quadratmetern.

Ausstattung von 19 Berufen

In den 1990er Jahren eröffnete Franz Hofstätter sein Museum. Seither können die Besucher dort hautnah erleben, wie beschwerlich das Leben und Arbeiten für die Menschen in früheren Zeiten war. So hat der Hobbysammler beispielsweise unzählige Arbeitsgeräte von 19 Berufen zusammengetragen: Der Arzt gehört dabei ebenso dazu wie der Elektriker oder der Weinhauer.

17.000 Exponate

Besucher sollten mehrere Stunden Zeit mitbringen, denn die Sammlung umfasst mittlerweile rund 17.000 Stücke. Hofstätter lässt es sich nicht nehmen, die Gäste höchstpersönlich durch sein Reich zu führen und ihnen einzelne Objekte vorzustellen.Nahezu wöchentlich kommen außerdem neue Stücke dazu. Dank Mundpropaganda muss der Museumschef die einzelnen Stücke nicht mehr abholen, sondern sie werden ihm gebracht. „Manche Leute schmeißen die Sachen auch einfach über den Zaun“, erzählt er schmunzelnd.

Nachfolge ungeklärt

Für den vierfachen Familienvater ist das Museum Hobby, Beschäftigung und Spaß zugleich. „Was tät ich sonst daheim? Ich brauch eine Arbeit“, erklärt der Pensionist. Wie es mit seinem Museum auf lange Sicht weitergeht, steht jedoch in den Sternen. Denn ein Nachfolger hat sich für das Liebhaberprojekt bislang noch nicht gefunden...

Kontakt:

Heimatmuseum Brauhaus

Franz Hofstätter

3613 Scheutz 17 (bei Lichtenau)

Tel. 0680/2104733

Geöffnet nach tel. Vereinbarung


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