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BEZIRK LINZ-LAND / LINZ. Mindestens 15 versuchte Nichten- und Neffenbetrügereien per Telefon wurden binnen einer Woche in Linz und Umgebung angezeigt - die Betrüger gingen zum Glück allesamt leer aus.

Opfer von Telefonbetrügereien sollen sich kein Geld herauslocken lassen und den Betrug sofort anzeigen. Symbolfoto: Weihbold

Binnen einer Woche gingen in Linz und Umgebung bei der Polizei rund 15 Anzeigen wegen versuchter Nichten- und Neffenbetrügereien per Telefon ein - Fälle versuchter Betrügereien dürfte es laut Polizei wahrscheinlich noch mehr geben. Bei allen angezeigten Fällen gingen die Täter leer aus, da die Angerufenen die Betrugsabsicht erkannten und sich kein Geld herauslocken ließen.

Jüngster Fall in Traun am 27. Oktober

Der letzte Fall ereignete sich in Traun am 27. Oktober, hier erhielt eine 66-Jährige einen Festnetzanruf von einem Mann, welcher sich auf Hochdeutsch als ihr Cousin aus Deutschland ausgab. Seinen Namen nannter er trotz Nachfrage nicht, genausowenig wie eine Telefonnummer. Der Unbekannte behauptete, finanzielle Probleme zu haben, sich jedoch einen Baugrund nahe der tschechischen Grenze kaufen zu wollen und dafür sofort 90.000 Euro zu benötigen. Auch nach Goldbarren und Golddukaten fragte er die 66-Jährige.

Angerufene wurde misstrauisch und informierte die Polizei

Daraufhin wurde die Frau misstrauisch und erklärte, kein Geld zu bekommen bzw. nicht im Besitz von Gold zu sein. Der Täter ließ sich aber nicht abwimmeln und meinte, er wäre gerade in Linz und würde gegen 17 Uhr zu ihr kommen, um alles weitere zu besprechen - sie dürfe jedoch niemandem etwas über das Telefonat sagen. Die 66-Jährige informierte dennoch die Polizei, der Unbekannte erschien allerdings nicht zur vereinbarten Zeit bei ihr.

Weitere betrügerische Anrufe könnten folgen

Laut Polizei ist es nicht auszuschließen, dass die Betrüger ihre Anrufe fortsetzen - Angerufene sollen sich unter keinen Umständen zur Herausgabe von Geld überreden lassen, auch wenn die Anrufer noch so überzeugend klingen.


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